Der französische Aussenminister Laurent Fabius hat Gerüchte über ein Schwarzgeldkonto in der Schweiz offiziell dementiert. Ein in der Zeitung «Libération» veröffentlichter Bericht zu diesem Thema entbehre jeglicher Grundlage, liess der sozialistische Spitzenpolitiker mitteilen.

Er habe seinen Anwalt eingeschaltet, um gegen die Verbreitung von falschen und verleumderischeren Informationen vorzugehen.

Frankreichs Budgetminister Jérôme Cahuzac hatte jüngst wegen eines Schwarzgeldkontos zurücktreten müssen. Der Skandal hat Präsident François Hollande und die sozialistische Partei in eine tiefe Vertrauenskrise gestürzt. Der Budgetminister hatte die Vorwürfe monatelang geleugnet und war deswegen von Hollande im Amt gehalten worden.

In ihrem Bericht über eine «mögliche Fabius-Affäre» beruft sich die Tageszeitung «Libération» auf bislang nicht veröffentlichte Recherchen des investigativen Online-Magazins Mediapart. Dieses hatte mit seinen Enthüllungen bereits Cahuzac zu Fall gebracht.

Mediapart-Journalisten wollten die Recherchen zu Fabius zunächst nicht kommentieren. «Bei Mediapart existiert nur das, was auf der Seite veröffentlicht wird», hiess es.

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(vst/aho/sda)