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Vorermittlung
Frankreichs Justiz ermittelt zu US-Reise von Macron

Emmanuel Macron: Er habe keine Kenntnis. Keystone

Eine US-Reise als Wirtschaftsminister wird für den Kandidaten für die französsiche Präsidentschaft Emmanuel Macron zum Problem. Offenbar hatte es sein Ministerium versäumt, den Auftrag auszuschreiben.

Veröffentlicht am 15.03.2017

Die französische Justiz hat Vorermittlungen im Zusammenhang mit einer US-Reise des damaligen Wirtschaftsministers und jetzigen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron aufgenommen. Die Pariser Staatsanwaltschaft prüft unter anderem den Vorwurf der Günstlingswirtschaft.

Dies bestätigten Justizkreise am Dienstag in Paris. Das Enthüllungsblatt «Le Canard Enchainé» hatte vor einer Woche berichtet, der Auftritt des damaligen Ressortchefs in Las Vegas am 6. Januar 2016 habe mit über 380'000 Euro zu Buche geschlagen.

Nichts gewusst

Business France, eine vom Wirtschafts- und Finanzministerium abhängige Einrichtung, habe den Auftrag für die Veranstaltung ohne Ausschreibung an die Werbe- und PR-Agentur Havas vergeben. Die Vorwürfe richten sich laut Justizkreisen gegen Business France und Havas. Von Macron war hingegen nicht explizit die Rede.

Der Ex-Minister hatte vor einer Woche zu den Vorwürfen gesagt: «Ich habe keine Kenntnis davon gehabt, aber ich glaube nicht, dass es mein Ministerium war, das eine Veranstaltung ohne Ausschreibung organisiert hat.»

Chancen auf den Sieg

Der 39-Jährige, der als Unabhängiger antritt, gilt als einer der Favoriten der Wahl, die Ende April beginnen wird. Umfragen geben dem Ex-Minister eine gute Chance, die Rechtspopulistin Marine Le Pen zu schlagen.

(sda/jfr/mbü)

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