In Frankreich haben einem Medienbericht zufolge Dutzende Volksvertreter Probleme mit dem Finanzamt. Etwa 60 der insgesamt 925 Abgeordneten und Senatoren seien von der Steuerbehörde aufgefordert worden, Unregelmässigkeiten aufzuklären, berichtete die satirische Wochenzeitung «Le Canard Enchaîné» am Mittwoch.

Die Vorwürfe reichten demnach von «kleinen Widersprüchen bis zu grösseren Steuerberichtigungen», schrieb das auch für seine investigativen Recherchen bekannte Blatt. Demnach könnte die Anzahl der Beschuldigten nach der Aufklärung der Vorwürfe auf «eine Handvoll» tatsächlicher Steuersünder sinken.

Vermögenswerte offenlegen

Angestossen wurden die Ermittlungen der Steuerbehörde offenbar durch ein 2013 verabschiedetes Gesetz, dass die Abgeordneten verpflichtet, ihre Vermögenswerte offenzulegen. Beaufsichtigt werden diese Selbstauskünfte von der Hohen Behörde für die Transparenz des öffentlichen Lebens.

Behördenleiter Jean-Louis Nadal kritisierte am Mittwoch in einem Schreiben an die Nachrichtenagentur AFP, es seien nicht-vollständige Informationen veröffentlicht worden. Diese seien geeignet, «ungesunde Verdächtigungen» gegen Abgeordnete und Parlamentarier anzuregen.

(sda/gku/moh)