Gleich mehrere Sonntagszeitungen («Sonntagszeitung» und «Le Matin Dimache»)  berichten heute über die Machenschaften der Franzosen in der Schweiz. Ermittlungen ausländischer Beamter auf Schweizer Boden sind als «Verbrechen und Vergehen gegen den Staat» im Strafgesetzbuch geregelt. Bundesanwalt Michael Lauber bestätigt gegenüber der «Sonntagszeitung» die Präsenz der französischen Inspektoren: «Es ist eine Realität, dass französische Steuerfahnder in die Schweiz einreisen, um hier zu ermitteln.»

Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, konnte die Zeitung offenbar Gespräche mit mehreren Fahndern der französischen Direktion für Steuerfahndung führen. Dabei gaben die Franzosen zu, dass sie als Touristen getarnt einreisen, teils mit Nummernschildern, die man nicht zurückverfolgen kann. In der Schweiz observieren sie dann Grundstücke und prüfen Briefkästen. Mit dem Material werden auch neue Verfahren in Frankreich eröffnet.

Wie die Zeitung weiter schreibt, wollte sich Frankreich nicht zu den Spionagevorwürfen äussern.

(tke)