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Anklage
Französische Justiz geht gegen IWF-Chefin vor

Christine Lagarde: Der IWF spricht ihr das Vertrauen aus. Keystone

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds hat ungangenehme Post erhalten: Sie muss wegen eines Entscheids aus ihrer Vergangenheit vor Gericht aussagen. Es geht um einen notorischen Geschäftsmann.

Veröffentlicht am 17.12.2015

Der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, soll wegen einer Finanzaffäre in Frankreich der Prozess gemacht werden. Die frühere französische Finanzministerin soll sich in der sogenannten Tapie-Affäre vor dem Gerichtshof der Republik in Paris verantworten. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen.

Lagarde war im August 2014 in der Affäre um eine staatliche Entschädigungszahlung für den umstrittenen Geschäftsmann Bernard Tapie von mehr als 400 Millionen Euro formell beschuldigt worden. Die Ermittler werfen ihr vor, als damals verantwortliche Finanzministerin «nachlässig» gehandelt zu haben.

IWF steht hinter Lagarde

Zwar beantragte der zuständige Staatsanwalt im September eine Einstellung des Verfahrens gegen die IWF-Generaldirektorin. Die Ermittlungskammer des Gerichtshofs der Republik folgte diesem Antrag aber nicht und ordnete einen Prozess gegen Lagarde an.

Die IWF-Chefin kündigte am Donnerstag an, Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einzulegen. Der IWF in Washington drückte Lagarde sein «Vertrauen» aus.

(sda/mbü/ama)

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