Der rechtsextreme Front National (FN) hat bei den Regionalwahlen in Frankreich Hochrechnungen zufolge in keiner einzigen Region gewonnen. Das ermittelten mehrere Meinungsforschungsinstitute übereinstimmend.

Unter anderem unterlag Parteichefin Marine Le Pen in Nordfrankreich beim zweiten Wahlgang am Sonntag mit 42 bis 43 Prozent ihrem konservativen Gegner Xavier Bertrand. Ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen unterlag in Südfrankreich ebenfalls deutlich dem konservativen Kandidaten.

Enges Rennen in Burgund-Franche-Comté

Sehr eng war das Rennen aber in der ostfranzösischen Region Burgund-Franche-Comté. Dort lag die FN-Kandidatin den Angaben zufolge nur knapp hinter Sozialisten und Konservativen.

Das konservativ-bürgerliche Lager um Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy konnte den Hochrechnungen zufolge in mindestens fünf der 13 französischen Regionen gewinnen. Die Sozialisten von Präsident François Hollande und verbündete Linksparteien gewannen den Hochrechnungen zufolge mindestens vier Regionen.

Im ersten Durchgang noch Sieger

In der ersten Wahlrunde vor einer Woche war der Front National noch mit landesweit 28 Prozent stärkste Kraft geworden und in sechs der 13 Regionen vorne gelandet.

(sda/gku)