Mexikos stellvertretender Minister für Aussenhandel, Juan Carlos Baker, redet gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters Klartext: «Das Freihandelsabkommen mit der EU steht an erster Stelle». «Derzeit steht kein anderes Thema und keine andere Verhandlung auf der Handelsagenda so weit oben wie dieses.» Mexiko und die EU waren 2015 übereingekommen, ihre Handelsbeziehungen zu modernisieren. 2016 wurden zwei Gesprächsrunden abgehalten. Ein Abschluss sei noch in diesem Jahr möglich, sagte Baker.

Die EU ist Mexikos drittwichtigster Handelspartner nach den USA und China. Der gegenseitige Warenaustausch hat sich von 2000 bis 2015 auf 53 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Ein Freihandelsabkommen könnte vor allem den Austausch landwirtschaftlicher Produkte erleichtern - von Rindfleisch, Zucker und Bananen aus Mexiko bis hin zu Milchprodukten aus der EU. Auch würde der Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen erleichtert.

Druck aus den USA

Da die Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) auf Eis liegen, versucht die EU, mit anderen Regionen zum Abschluss zu kommen. Mexiko wiederum sieht sich Druck aus den Vereinigten Staaten ausgesetzt, deren Präsident Donald Trump das nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln will.

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(reuters/chb)