Bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg ist es zu Ausschreitungen gekommen. Während der «Welcome to Hell»-Demonstration bewarfen Demonstranten aus dem schwarzen Block Polizisten am Donnerstag mit Flaschen und anderen Gegenständen. Zudem wurden Rauchbomben geworfen.

Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und besprühte Demonstranten mit Pfefferspray. Die Polizei teilte zudem mit, dass einer ihrer Pressesprecher angegriffen worden sei und sich in Sicherheit habe bringen müssen.

1000 vermummte Personen

Kurz nachdem sich der Protestzug in Bewegung gesetzt hatte, wurde er von der Polizei gestoppt. Die Beamten versuchten, den schwarzen Block mit nach ihren Angaben etwa 1000 vermummten Personen von dem Rest der Demonstranten zu trennen. Dabei eskalierte die Lage.

Um 20.12 Uhr twitterte die Polizei, der Anmelder habe den Aufzug soeben für beendet erklärt. Insgesamt werden über 100'000 G20-Gegendemonstranten in Hamburg erwartet. Die Polizei bietet mehr als 19'000 Beamte auf.

80 Prozent der globalen Wirtschaftskraft

Die G20 repräsentiert zwei Drittel der Weltbevölkerung und 80 Prozent der globalen Wirtschaftskraft. Noch nie fand ein Gipfeltreffen in Deutschland statt, an dem mit China, Russland und den USA alle der mächtigsten Länder der Welt teilnehmen.

(sda/gku)