Die Verhandlungen über die Auszahlung einer weiteren Kredittranche für Griechenland stehen vor dem Abschluss. «Wir haben sehr gute Fortschritte erzielt», sagte der Griechenland-Beauftragte des Internationalen Währungsfonds, Poul Thomsen, am Sonntag nach Gesprächen mit der Regierung in Athen. Er hoffe, dass die Verhandlungen am Montagmorgen vor dem Treffen der Euro-Finanzminister abgeschlossen seien.

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Dabei sollen Kredite mit einem Volumen bis zu 8,1 Milliarden Euro für Griechenland beschlossen werden. Ein Teil der Summe wird benötigt, um Anleihen im Wert von 2,2 Milliarden Euro abzulösen. Ihre Rückzahlung wird im August fällig.

Auch EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte, man sei auf gutem Wege, eine Einigung zu erzielen. Die abschliessende Entscheidung falle aber erst am Montag. Es liege an Griechenland, die verbliebenen Probleme auszuräumen. Er bekräftigte zudem Aussagen vom Freitag, wonach die kommende Tranche in mehreren Raten ausgezahlt werden könnte. Griechenlands Gläubiger, zu denen neben dem IWF auch die Euro-Staaten gehören, überprüfen in Athen regelmässig, ob die Regierung ihre Spar- und Reformauflagen erfüllt, die eine Gegenleistung für das Hilfspaket sind.

Streit hatte es zuletzt unter anderem über den öffentlichen Dienst gegeben. Die Regierung hatte nicht wie vereinbart bis Juni 12'500 Stellen in ein «Mobilitätsprogramm» verlagert. Darüber sollen die Staatsbediensteten entweder versetzt oder entlassen werden. Nach griechischen Angaben wurde in diesem Punkt inzwischen eine Einigung erzielt. Verhandelt wurde auch darüber, wie eine Haushaltslücke geschlossen werden kann.

(rcv/tno/reuters)