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Geldwäsche: Griechenland lässt Konti bei Schweizer Finanzinstitut sperren

Die Affäre um den Unternehmer Lavrentios Lavrentiadis und die Proton Bank erreicht die Schweiz. (Bild: Keystone)

Die Ermittlungen gegen den griechischen Unternehmer Lavrentios Lavrentiadis erreichen die Schweiz: Das Zürcher Finanzinstitut GHP Arbitrium soll drei Konti in Höhe von über 160 Millionen Euro vorsorgl

Von Jorgos Brouzos
am 22.02.2012

Die Ermittlungen gegen den unter Betrugsverdacht stehenden griechischen Unternehmer Lavrentios Lavrentiadis weiten sich in die Schweiz aus. Bei dem Zürcher Finanzinstitut GHP Arbitrium wurden vorsorglich drei Konti über 160 Millionen Euro gesperrt. Das bestätigen Branchenkenner gegenüber der «Handelszeitung».

Griechische Medien zeigten auch ein Schreiben der Bundesanwaltschaft in Bern, in dem der Schritt bestätigt wurde. Der Verdacht der Athener Staatsanwaltschaft lautet auf Geldwäsche. Das Finanzinstitut GHP Arbitrium nimmt zum Vorfall keine Stellung. Die Bundesanwaltschaft in Bern will sich nicht zu vorsorglichen Massnahmen im Hinblick auf ein Rechtshilfeersuchen äussern. Bislang liegt noch kein solches Gesuch aus Griechenland vor.

Proton Bank musste Staatshilfe in Anspruch nehmen

Die Athener Staatsanwaltschaft hat nun drei Monate Zeit, ein Rechtshilfegesuch einzureichen. In dieser Zeit bleibt das Geld blockiert. Insidern zufolge könnte das Finanzinstitut die Untersuchung auch selbst forciert haben, weil es ihr mit dem unliebsamen Kunden unwohl wurde.

Lavrentiadis ist in einen Wirtschaftsskandal verwickelt: Die von ihm kontrollierte Proton Bank musste letztes Jahr mit 900 Millionen Euro vom Staat gerettet werden. Laut der Staatsanwaltschaft in Athen sollen davor 700 Millionen ins Ausland abgeflossen sein. Die 160 Millionen wären der grösste Betrag, den die Griechen je in der Schweiz sperren liessen.

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