Der gemässigte Geistliche Hassan Rohani hat nach Regierungsangaben überraschend die Präsidentschaftswahl im Iran gewonnen. Rohani gewann im Urnengang am Freitag 50,68 Prozent der Stimmen, wie das iranische Innenministerium am Samstag unter Berufung auf das vorläufige Endergebnis mitteilte. Damit sicherte sich der von Reformern und Gemässigten unterstützte Kandidat den Sieg bereits im ersten Wahlgang.

Insgesamt hatten sich sechs Kandidaten um die Nachfolge des bisherigen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad beworben, der gemäss Verfassung nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten durfte.

Der als gemässigt geltende Rohani war früher Chefunterhändler in den Atomgesprächen mit dem Westen. Als Präsident will er ein Ende der internationalen Isolation des Landes erreichen. Der Westen verdächtigt den islamischen Staat, unter dem Deckmantel der zivilen Forschung an Atomwaffen zu arbeiten und hat Sanktionen gegen den Iran.

Rohanis Wahlslogan war Besonnenheit und Hoffnung. Nach acht Jahren Ahmadinedschad soll nach seinem Willen sowohl innen- als auch aussenpolitisch ein frischer Wind wehen.

(tno/awp)

Iran: Hohe Beteiligung bei Präsidentschaftswahl

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