Die harten Sparmassnahmen führen in Portugal zu Protesten der Gewerkschaften. Züge und Busse sowie die U-Bahn in der zweitgrössten Stadt Porto wollen nur einen sehr eingeschränkten Service anbieten. Auch die Häfen des Landes sowie die öffentliche Verwaltung - Schulen, Spitäler, Bibliotheken, die Post, Museen und die Kehrichtabfuhr - wollten sich am Ausstand beteiligen.

Zum Streik, dem ersten Generalstreik des Jahres in Portugal, hatte der grösste Gewerkschaftsverband CGTP aufgerufen. In Lissabon und anderen Städten sind zudem Demonstrationen und Kundgebungen vorgesehen.

Die Gewerkschaftszentrale wirft der Regierung vor, das Land unter dem Diktat von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in den Abgrund zu führen. Sie verweist unter anderem auf eine gestiegene Arbeitslosenquote von amtlich 14 Prozent. Der sozialdemokratisch ausgerichtete Gewerkschaftsverband UGT beteiligt sich im Gegensatz zum Generalstreik vom November diesmal nicht am Ausstand.

(chb/muv/sda)