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Genfer Regierung reagiert auf Missbrauchsfälle

Anne-Emery-Torracinta
Anne Emery-Torracinta: Bildungsdirektorin Genf. Quelle: Keystone

Das Bildungsdepartement der Rhônestadt richtet eine Hotline für Opfer von sexuellem Missbrauch ein.

Veröffentlicht am 19.12.2017

Die Genfer Bildungsdirektion richtet für Opfer von sexuellem Missbrauch an den Schulen eine Telefonnummer als Anlaufstelle ein. Der Kanton reagiert damit auf mehrere Fälle von Frauen, die sich in den vergangenen Wochen in den Medien geäussert hatten.

Die Berichte betrafen zum einen den Genfer Islamwissenschaftler Tariq Ramadan, aber auch andere Fälle wurden publik gemacht. Für die Genfer Bildungsdirektorin Anne Emery-Torracinta (SP) muss an den Schulen das Prinzip der «Null-Toleranz» gelten.

Die Bildungsdirektorin rief den Unterrichtspersonen an den Genfer Schulen zudem ihre Vorbildfunktion in Erinnerung. Damit Schülerinnen und Schüler schneller Meldung erstatten, wird eine telefonische Beratung eingerichtet.

Diese ist unabhängig vom Bildungsdepartement und garantiert den Hilfe suchenden Personen die Anonymität. Jede Meldung müsse untersucht werden, betonte Anne Emery-Torracinta. Zudem soll an den Schulen die Prävention verstärkt werden.

(sda/ise/mbü)

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