Der KV Schweiz hat entschieden, aus dem Gesamtarbeitsvertrag mit den Banken auszusteigen. Dies teilte der Verband am Freitagabend in einer Medienmitteilung mit. Hintergrund dieser Entscheidung seien «Divergenzen zur Frage des Arbeitnehmerschutzes» im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Steuer-Deal mit den USA.

Wichtigstes Anliegen des KV Schweiz im Zusammenhang mit dem USA-Deal, der nächste Woche im Parlament verhandelt wird, sei der Schutz seiner Mitglieder vor dem Risiko, ungerechtfertigt in den Fokus der US-Justiz zu geraten, heisst es in der Mitteilung.

Diesem Risiko seien neben einer vergleichsweise kleinen Zahl von Verantwortlichen, die teils wissentlich Gesetze gebrochen haben, auch viele Angestellte ausgesetzt, die rein administrativ ins USA-Geschäft verstrickt waren.

Der KV Schweiz sei überzeugt, dass er die Interessen der Angestellten deutlich besser vertreten könne, wenn er unabhängig agieren kann und nicht in eine unzuverlässige Sozialpartnerschaft eingebunden ist, heisst es in der Mitteilung weiter.

(tke/sda)