Ob «Milchkuh»-Initiative, Unternehmenssteuerreform III oder Energiestrategie 2050: Ein tiefer Graben trennt die beiden Wirtschaftsverbände Economiesuisse und Schweizerischer Gewerbeverband (SGV) voneinander.

Dabei geht der Gewerbeverband immer unverhohlener auf Kollisionskurs zu seinem Rivalen: «Uns stört, dass Economiesuisse vom Schulterschluss der Wirtschaft spricht und gleichzeitig die Anliegen der KMU-Wirtschaft bekämpft», kritisiert SGV-Vizedirektor Henrique Schneider in der «Handelszeitung».

Schuss in den Rücken

Den Verzicht von Economiesuisse auf ein Referendum in der Energiestrategie 2050 wertet er als Schuss in den Rücken: «Damit sabotiert Economiesuisse gemeinsam gestützte Positionen.» Die parlamentarische Beratung der Energiestrategie sei nicht einmal auf der Zielgeraden und schon verzichte man auf politische Druckmittel.

Economiesuisse-Direktorin Monika Rühl hält die jüngsten Divergenzen mit dem Gewerbeverband nicht für nennenswert: «Man darf die unterschiedlichen Haltungen nicht überbewerten.» Es herrsche in der überwiegenden Mehrheit der Politdossiers Einigkeit.

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