Eine grosse Mehrheit des Vorstands der Allbranchen-Gewerkschaft Syna spricht sich für die Initiative gegen die Abzockerei aus. Die Vorlage kommt am 3. März vors Volk. Sie spaltet die Gewerkschaften.

Zwei Drittel der rund 20 anwesenden Vorstandsmitglieder hätten sich für die Initiative von Thomas Minder ausgesprochen, sagte ein Syna-Sprecher auf Anfrage der sda.

Mit dem indirekten Gegenvorschlag des Bundesrats kann sich der Vorstand nicht anfreunden, wie er in einem Communiqué schreibt. Der Gegenvorschlag gehe nicht weit genug, denn «er formuliert in den entscheidenden Punkten ein zögerliches Soll oder Kann, wohingegen die Abzockerinitiative ein klares Muss fordert».

Die Abzocker-Initiative spaltet die Gewerkschaften: Der Dachverband Travail Suisse, dem die Syna angeschlossen ist, hat die Nein-Parole herausgegeben. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund wiederum empfiehlt, leere Stimmzettel einzulegen. Die dem SGB angeschlossene Gewerkschaft Unia hat ihrerseits aber die Ja-Parole herausgegeben.

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(vst/rcv/sda)