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Gewerkschaften lancieren Initiative für mehr AHV-Rente

Rechsteiner
Die Schweizer Gewerkschaften fordern mehr AHV-Rente. Im Bild SGB-Präsident Paul Rechsteiner. (Bild: Keystone)Quelle: Keystone

10 Prozent mehr sollen AHV-Bezüger künftig bekommen. Dies haben die Schweizer Gewerkschaften an ihrer Versammlung beschlossen. Wie die Erhöhung finanziert werden soll, bleibt offen.

Veröffentlicht am 16.11.2012

Die Delegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds fordern eine Erhöhung der AHV-Renten um linear 10 Prozent: Sie haben an ihrer Versammlung einstimmig die Lancierung der Volksinitiative «AHV plus» beschlossen.

Bei den Details hatten die Delegierten die Wahl zwischen verschiedenen Modellen. Durchgesetzt hat sich schliesslich die vom SGB-Vorstand favorisierte Variante mit einer Erhöhung der AHV-Renten um linear 10 Prozent. Dies entspreche einem «spürbaren Zustupf von monatlich 116 bis 232 Franken», wie der SGB mitteilte.

Bei einer vollen Ehepaar-Rente würde der Zuschlag 348 Franken betragen. Ein Blick auf die heutige Rentenverteilung zeige, dass Frauen - insbesondere Alleinerziehende - stark von der Erhöhung profitieren würden.

Bei einem Ja zur Initiative entstünden gemäss SGB Kosten von 3,6 Milliarden Franken. Zur Finanzierung mache die Initiative keine Vorschriften. Für den SGB kommen als Finanzierungsquelle etwa die Erträge aus einer nationalen Erbschaftssteuer in Frage.

Der SGB will zunächst den Wortlaut des Volksbegehrens formulieren und bei der Bundeskanzlei eine Vorprüfung einleiten. Die notwendigen 100'000 Unterschriften will der SGB innert kurzer Zeit sammeln: Die Gewerkschaften wollen die Initiative im Frühjahr lancieren und im Sommer die Unterschriften einreichen.

(jev/tno/awp/sda)

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