In der südafrikanischen Platinmine Marikana ist eine örtliche Gewerkschaftsführerin erschossen worden. Die Frau wurde nach Angaben der Nationalen Bergarbeiter-Gewerkschaft (NUM) direkt neben deren Büros getötet.

Die Platinmine nordwestlich von Johannesburg war im August 2012 Schauplatz der blutigsten Auseinandersetzungen in Südafrika seit dem Ende der Rassentrennung vor 19 Jahren: Insgesamt 34 Menschen wurden dort getötet, als die Polizei einen illegalen Streik für bessere Löhne niederschlug.

In der Folge wurde das ganze Land von oft gewalttätigen Arbeitskämpfen erfasst, die vor allem um die Rohstoffminen ausgetragen wurden. Diese tragen als Südafrikas wichtigster Wirtschaftssektor etwa 20 Prozent zum Bruttoinlandprodukt des Landes bei. Angestachelt wurde der Konflikt durch die Rivalität zwischen der regierungsnahen NUM und deren Konkurrenzgewerkschaft AMCU.

Laut der britischen BBC gehört die Mine dem britischen Bergbauunternehmen Lonmin, das vom Rohstoffriesen Anglo Amercian kontrolliert wird.

(tno/vst/sda)