Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) sagt Ja zur Energiestrategie 2050. Die Vorlage bringe in der Schweiz Innovationen und Investitionen und schaffe damit Arbeitsplätze, teilte der SGB am Donnerstag mit.

Die Kosten für diese positive wirtschaftliche Perspektive, ein bescheiden höherer Netzzuschlag, seien gut verkraftbar, heisst es. Der zunehmend forcierte Abbau importierter fossiler Energie werde es erlauben, Milliarden zu sparen. Das ermögliche, die Investitionen neu auf Energieeffizienz, auf die Reduktion des Energiekonsums und auf die erneuerbaren Energien auszurichten. Diese Investitionen werden in der Schweiz stattfinden. Sie werden Zehntausende von Stellen in unserem Land erhalten respektive neu schaffen, argumentiert der SGB.

Mehr Geld für Erneuerbare

Über die Initiative richtet das Volk am 21. Mai. Bei einem Ja würde mehr Geld zur Förderung erneuerbarer Energien wie Wasser, Sonne, Wind, Geothermie und Biomasse zur Verfügung stehen. Der Netzzuschlag soll von 1,5 auf 2,3 Rappen pro Kilowattstunde steigen, was einen Haushalt mit vier Personen pro Jahr rund 40 Franken kosten würde. Ein Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von 150'000 Kilowattstunden müsste im Jahr rund 1200 Franken mehr bezahlen.

Das Fördersystem soll ausserdem marktnäher ausgestaltet werden. Betreiber von Anlagen ab einer gewissen Grösse müssen ihren Strom selbst vermarkten. Zudem hat das Parlament die Fördermassnahmen befristet. Neue Zusagen für Einspeisevergütungen dürfen nur noch bis Ende 2022 erfolgen. 120 Millionen Franken oder ein Viertel der zusätzlichen Fördergelder kämen bestehenden Grosswasserkraftwerken zugute.

(sda/ise)

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