Eineinhalb Monate vor dem Referendum zur Unabhängigkeit Schottlands sind Schottlands Ministerpräsident Alex Salmond und Grossbritanniens früherer Finanzminister Alistair Darling bei einem TV-Duell aufeinandergetroffen. Salmond erklärte, Schottland könne wirtschaftlich und politisch auf eigenen Füssen stehen und wolle nicht länger aus London regiert werden.

Der Labour-Politiker Darling, der im Auftrag der Zentralregierung in London die Unabhängigkeits-Gegner anführt, machte vor allem auf die Risiken eines schottischen Alleinganges aufmerksam - die Fronten blieben verhärtet. Salmond hatte im Vorfeld wiederholt ein TV-Duell gegen Premierminister David Cameron gefordert. Dieser lehnt dies ab.

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Mehr Freiheit für Schottland

Vor der TV-Debatte hatten die drei grossen Parteien im Parlament von Westminster eine Erklärung abgegeben, dass Schottland im Falles eines Scheiterns des Unabhängigkeits-Referendums mehr Freiheiten als bisher zugesichert werden soll.

Die Schottische Nationalpartei von Salmond, die die Unabhängigkeitskampagne in den vergangenen Jahren massgeblich vorangetrieben hatte, wies dies als Finte zurück. Die Meinungsumfragen zum Unabhängigkeitsreferendum am 18. September gehen derzeit weit auseinander. Am Dienstag war eine Umfrage des Instituts Ipsos Morris bekanntgeworden, die nur 40 Prozent für die Unabhängigkeit und 54 Prozent dagegen sieht. Andere Umfragen hatten zuletzt einen knapperen Ausgang prognostiziert.

(sda/lur/me)