Auf einem Friedhof in Lausanne sind 13 Gräber mit Hakenkreuzen verwüstet worden. Zudem wurden Grabsteine umgeworfen und Blumen ausgerissen. Alle betroffenen Gräber tragen Namen aus dem arabischen Raum oder dem Magrheb in Nordafrika.

Der Vandalenakt wurde am Sonntagnachmittag entdeckt, wie die Stadtpolizei Lausanne am Montag mitteilte. Sie bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «20 minutes». Nach ersten Erkenntnissen hatten die Vandalen Muslime im Visier.

Grabfeld für Muslime geplant

Ausgerechnet im betroffenen Friedhof Bois-de-Vaux in Lausanne ist ein Grabfeld für Muslime geplant. Bis 2016 sollen rund 350 muslimische Grabstätten entstehen. In Lausanne hat die SVP eine Petition gegen das Vorhaben lanciert.

Für Marc Vuilleumier (Arbeiterpartei) von der Lausanner Stadtregierung könnte der Vandalenakt etwas mit dem geplanten Grabfeld für Muslime zu tun haben, aber auch mit der schwierigen internationalen Lage derzeit. Das werde die Untersuchung zeigen.

(sda/tno/ama)