Tausende Griechen haben am Montag vor dem Parlamentsgebäude in Athen für die Beibehaltung des Euro demonstriert. Zu der Kundgebung, an der auch Politiker der konservativen Opposition teilnahmen, war in Internet-Netzwerken aufgerufen worden. Der frühere Ministerpräsident Konstantinos Mitsotakis warnte, sein Land sei in Gefahr. Es war die zweite Demonstration dieser Art binnen einer Woche.

Mehrheit will Währung behalten

Teilnehmer warfen dem linksgerichteten Ministerpräsidenten Alexis Tsipras vor, die Mitgliedschaft des Landes in der Euro-Zone zu gefährden. Am Vortag hatten Anhänger von Tsipras für dessen Politik demonstriert. Meinungsumfragen zufolge haben 63 Prozent der Griechen eine positive Einstellung zum Euro.

Griechenland ist unmittelbar von der Staatspleite bedroht. Auch ein Ausscheiden aus dem Euro ist in der Diskussion. Seit Monaten ringt das Land mit seinen Gläubigern um eine Einigung im Schuldenstreit. Dabei geht es um Sparmassnahmen, die Voraussetzung für weitere Milliardenkredite sind. Am Montagabend berieten die Staats- und Regierungschefs der EU über die Lage.

(reuters/mbü)

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