Von der griechischen Insel Kos hat am Mittwoch eine Fähre mit syrischen Flüchtlingen an Bord in Richtung Festland abgelegt. Ziel sei der Hafen der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki, erklärte die Küstenwache.

Die Fähre «Eleftherios Venizelos» wurde von der griechischen Regierung als Aufnahmelager für 2500 Syrer gechartert. Die Regierung will damit die chaotischen Zustände auf der Ferieninsel entschärfen, wo Tausende Flüchtlinge aus Syrien, aber auch aus anderen Staaten des Nahen Ostens, aus Afrika und anderen Regionen gestrandet sind. Viele campieren in Zelten, leerstehenden Gebäuden oder im Freien.

Flüchtlinge benutzen Schlauchboote

Kos liegt nahe der türkischen Küste und ist deshalb ein Anlaufpunkt für besonders viele Flüchtlinge. Auch am Wochenende kamen mehrere Schlauchboote mit Hunderten Menschen in Kos an.

Dem UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR zufolge sind in Griechenland in diesem Jahr bislang rund 160'000 Flüchtlinge angekommen. Allein im Juli seien es mit gut 50'000 Menschen mehr gewesen als im gesamten Vorjahr. Wegen des Bürgerkriegs in ihrem Heimatland durften Syrer vorrangig an Bord der gecharterten Fähre.

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(reuters/mbü/ama)