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Griechenland droht eine Tragödie

Karolos Papoulias auf der schwierigen Suchen nach einer Regierung. (Bild: Keystone)

Eindringliche Worte von Staatspräsident Karolos Papoulias: Ein Scheitern der Regierungsbildung hätte für Griechenland einen möglichen Staatsbankrott zur Folge.

Veröffentlicht am 15.05.2012

Griechenlands Staatspräsident Karolos Papoulias hat mit eindringlichen Worten vor einem Scheitern der Regierungsbildung gewarnt. Der Juni könne zu einem Monat der Tragödie für das Land werden, sagte Papoulias während eines Treffens mit dem Vorsitzenden einer kleinen linken Partei in Athen. Der Staatspräsident bezog sich dabei auf einen Bericht der amtierenden Regierung, wonach Griechenland dringend eine neue arbeitsfähige Regierung benötigt, um einen Staatsbankrott abzuwenden.

Papoulias nimmt heute Nachmittag einen letzten Anlauf, Neuwahlen abzuwenden. Papoulias will um 13 Uhr fünf Parteivorsitzenden einen Vorschlag für eine Regierung aus Experten und Technokraten unterbreiten. Die Chancen auf Erfolg sind aus Sicht griechischer Kommentatoren jedoch minimal. Ein Treffen mit dem Chef der kleinen Rechtspartei der Unabhängigen Griechen (AE), Panos Kammenos, wurde abgesagt. Bleiben die Gespräche mit den anderen Parteivorsitzenden erfolglos, dürften Neuwahlen am 10. oder 17. Juni kaum noch abzuwenden sein.

Papoulias hat zu dem entscheidenden Gespräch alle Parteien ausser die Faschisten eingeladen. Die Kommunisten wollen nicht teilnehmen. Die zweitstärkste politische Kraft, das Bündnis der Radikalen Linken, weigert sich bislang, eine Expertenregierung zu unterstützen.

(vst/laf/awp)

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