Das klamme Griechenland will in diesem Jahr mit Privatisierungen mehr als zwei Milliarden Euro einnehmen. In den nächsten Wochen soll knapp die Hälfte davon durch den Verkauf der Küstenanlagen des alten Athener Flughafens unter Dach und Fach gebracht werden, wie der Chef der Privatisierungsbehörde, Stergios Pitsiolas, am Donnerstag im Fernsehsender Skai ankündigte. «Ich denke, im Juni wird es soweit sein.»

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Der alte Flughafen soll zu einem Touristen- und Geschäftsareal ausgebaut werden. Darüber wurde bereits 2014 eine Leasingvereinbarung über 915 Millionen Euro getroffen, an der sich auch Firmen aus China und Abu Dhabi beteiligten. Nachverhandlungen mit den Investoren hatten das Geschäft allerdings verzögert.

Druck der Investoren

Athen hofft bis 2018 auf Privatisierungseinnahmen von sechs Milliarden Euro. Auf Druck der internationalen Geldgeber hat sich das Land verpflichtet, staatliche Unternehmen zu verkaufen. Griechenland will beispielsweise noch fünf Prozent der Anteile am Telekomkonzern OTE veräussern. Auch Beteiligungen an den Wasserversorgern von Athen und Thessaloniki stehen zum Verkauf.

(reuters/mbü/ama)