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Verhandlungen
Griechenland will Deals über Hilfen bis morgen beenden

Griechenland: «Ich bin gepeinigt» steht an einer Hauswand in Athen. Keystone

Die griechische Regierung will bis spätestens Dienstag das dritte Hilfspaket mit den Geldgebern in trockenen Tüchern haben. Danach sollen die EU-Finanzminister gegen Ende Woche über den Deal befinden.

Veröffentlicht am 10.08.2015

Griechenland will die Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket bis spätestens Dienstag morgen abschliessen. Derzeit werde mit Hochdruck daran gearbeitet, noch offene Fragen zu klären, sagte ein Vertreter der Regierung in Athen am Sonntag, der nicht genannt werden wollte. «Ziel ist Montag Nacht oder Dienstag früh.» Wenn das griechische Parlament abstimme, gehe es dort um ein Gesetz mit zwei Artikeln - zum einen das Hilfspaket, zum anderen die Reformen, die Voraussetzung für die Auszahlung der ersten Tranche sind.

Die Finanzminister der Euro-Zone sollen am Freitag über das Hilfspaket befinden, anschliessend müssen die Parlamente in mehreren Euro-Staaten zustimmen. Griechenland benötigt am 20. August frisches Geld, wenn ein Kredit der Europäischen Zentralbank zur Rückzahlung ansteht.

Bis 86 Milliarden Euro

Das Land soll im Rahmen des dritten Hilfspakets bis zu 86 Milliarden Euro erhalten. Umfangreiche Sparmassnahmen und Reformen sollen die Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen und den Haushalt sanieren. Allerdings ist die Konjunktur seit dem Regierungswechsel Anfang des Jahres eingebrochen, auch weil die Verhandlungen über weitere Gelder monatelang stockten.

(reuters/chb)

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