Fast die gesamte griechische Presse sieht die linke Regierungspartei Syriza am Donnerstag kurz vor einer Spaltung. In den frühen Morgenstunden billigte das griechische Parlament ein weiteres Reformpaket. Dabei verweigerten erneut zahlreiche Syriza-Abgeordnete Ministerpräsident Alexis Tsipras die Treue.

«Ganz nah an einer Spaltung», titelt die konservative Zeitung «Kathimerini». Die «zentrifugalen Kräfte», die in der Syriza-Partei wirkten, hätten sich erneut gezeigt. Regierungschef Tsipras habe seinerseits die linke Regierung zu einer Festung erklärt, die er nicht freiwillig verlassen werde.

«Der Spalt bleibt»

Die Zeitung der politischen Mitte «Ta Nea» meint, Tsipras werde unnachgiebig für eine Einigung mit den Gläubigern kämpfen. Danach wolle er mit den Abweichlern abrechnen.

«Der Spalt bleibt», titelt die linke Zeitung «I Efimerída ton Syntaktón». Der Riss innerhalb der Syriza sei nach wie vor gross – trotz eines etwas besseren Ergebnisses als bei der Abstimmung in der vergangenen Woche. Die Regierungsmehrheit sei zum zweiten Mal binnen weniger Tage verloren gegangen.

«Plattform der Scheidung»

Die Boulevardzeitung «Ethnos» spielt mit dem Namen der grössten Gruppe der innerparteilichen Opposition in der Syriza, der linken Plattform: «Plattform der Scheidung», schreibt das Blatt.

(sda/ise/me)

 

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