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Armasuisse
Gripen-Gegengeschäfte waren inkorrekt berechnet

Abgelehnter Kampfjet Gripen: Gab es Ungereimtheiten bei den Gegengeschäften?  VBS

Nach der Ablehnung des Gripen beginnen die Aufräumarbeiten. Die Eidgenössische Finanzkontrolle erwägt eine Untersuchung im Bereich Gegengeschäfte der Armasuisse.

Von Bernhard Fischer
am 11.06.2014

Die Eidgenössische Finanzkontrolle «erwägt ein externes Audit» rund um das Offset-Büro bei der Armasuisse. Das bestätigt der Direktor des EFK, Michel Huissoud, gegenüber der «Handelszeitung». Grund dafür sind Ungereimtheiten bei der Buchhaltung und den Anrechnungen von Gegengeschäften im Zusammenhang mit dem geplatzten Gripen-Kauf.

Ein internes Papier des Offset Büro Bern (OBB) zeigt, dass der Umfang der geplanten Gegengeschäfte für den Gripen nicht korrekt dargestellt wurde. Dem Papier zufolge habe Armasuisse im Februar 2014 Gripen-Gegengeschäfte für knapp 37 Millionen Franken zu hoch ausgewiesen. Armasuisse-Sprecher Kaj Gunnar-Sievert sagt: «Es wurden keinesfalls 37 Millionen Franken 'fälschlicherweise' akzeptiert.»

Doppelbuchungen verfälschten Erfolgsrechnung

Zudem habe das Centre Patronal (CP) – die zuständige Treuhandstelle für das OBB –  unklare Abrechnungen erstellt. Doppelbuchungen haben dazu geführt, dass die Erfolgsrechnung 2011 des OBB um 129'000 Franken zu hoch ausfiel.

Notwendige Korrekturen wurden im Jahr darauf zwar vorgenommen, aber nicht transparent gemacht. Unklar bleibt laut OBB auch, welche Leistungen hinter den Rechungen des CP von mehr als 140'000 Franken stehen. Vom CP heisst es, «die Treuhandorganisation für das Offset-Büro hat keine inkorrekten Buchungen vorgenommen».

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