China und Grossbritannien rücken mit einem milliardenschweren Handelsabkommen wirtschaftlich enger zusammen. Der Ministerpräsident der Volksrepublik, Li Keqiang, besiegelte zum Abschluss seines ersten Staatsbesuchs im Vereinigten Königreich eine ganze Reihe von Abkommen vor allem in der Energie- und der Finanzbranche.

Mit den Vereinbarungen im Volumen von insgesamt 14 Milliarden Pfund würden Arbeitsplätze und nachhaltiges Wirtschaftswachstum sowohl für Grossbritannien als auch für China gesichert, sagte Premierminister David Cameron. Bisher hatten Differenzen über Tibet die Beziehungen zwischen beiden Ländern belastet.

Grossprojekte für britische Firmen

Mit seinem Besuch auf der Insel setzt China auf eine Harmonisierung des Verhältnisses zwischen der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt und dem wichtigsten Finanzplatz in Europa. Nach der jüngsten Vereinbarung will unter anderem die Londoner Börse LSE mit zwei der größten Banken Chinas den Handel mit der chinesischen Landeswährung ausbauen.

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Ein Grossprojekt zog zudem der Ölkonzern BP an Land, der nach eigenen Angaben mit dem chinesischen Wettbewerber CNOOC über 20 Jahre lang im Bereich Flüssiggas zusammenarbeiten wird. Auch Shell, die China Construction Bank und Lloyds sicherten sich Verträge.

(Reuters/gku)