Grossbritannien will eine Cyber-Armee aufbauen und dazu Hunderte Experten einstellen. Mit dieser Armee sollten die heimischen Computer-Netze gegen Angreifer geschützt werden, sagte Verteidigungsminister Philip Hammond .

«Aber es reicht nicht, nur eine Verteidigung aufzubauen: Wie in anderen Bereichen der Kriegsführung auch ist hier Abschreckung wichtig. Grossbritannien wird eigens dafür Kapazitäten für einen Gegenschlag im Netz und falls nötig einen eigenen Cyber-Angriff aufbauen.» Dazu sollten Hunderte Fachleute in den kommenden Monaten für eine «Cyber-Reserve» rekrutiert werden.

Allein im vergangenen Jahr seien 400'000 Angriffe gegen das Regierungs-Netz abgeblockt worden, sagte der Verteidigungsminister. Regierungskreisen zufolge werden die Angriffe vor allem aus China und Russland gesteuert.

In einem Interview der «Mail on Sunday» sprach Hammond von «klinischen Cyber-Schlägen», mit denen feindliche Telekommunikationsnetze, nukleare und chemische Waffen, Flugzeuge, Schiffe und anderes stillgelegt werden könnten. «In künftigen Konflikten können unsere Kommandeure Cyber-Waffen neben konventionellen Waffen einsetzen», sagte er dem Blatt.

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(sda/tke/vst)