In seiner «Schweiz am Sonntag»-Kolumne äussert sich Ex-UBS-Chef Oswald Grübel zur SVP-Initiative. «Einige Parteiführer taten sich hervor, indem sie vor der Rache der EU warnten, und wurden prompt von ein paar irren EU-Politikern bestätigt, die laufende Verhandlungen unterbrechen wollen. Dagegen ist ein Kindergarten eine intellektuelle Oase.» 

Weiter schreibt Grübel: «Die EU weiss, dass wir die direkte Demokratie haben, dies ist ja schliesslich auch der Grund, weshalb wir nicht in der EU sind oder sein können. Es bleibt der EU nichts anderes übrig, als sich mit der Schweiz und ihrem politischen System abzufinden. Natürlich wäre es aber keine Politik, wenn man nicht versuchen würde, die derzeitige Schwäche unserer Regierung und der politischen Elite voll auszunutzen. Und das geschieht gerade. Unsere Politiker sollten endlich wieder mit Stolz ihr eigenes Land vertreten. Die EU braucht uns genauso, wie wir sie brauchen. Jetzt zu jammern, weil ein EU-Bürokrat droht, ist die falsche Einstellung. Solche Politiker helfen dem Land nicht.»

«Hopp Schwiiz!»

Grübel hält es für «abwegig», vom Schweizer Volk zu verlangen, dass es mehr als 25 Prozent Ausländer akzeptieren soll. „Wir sind nicht vergleichbar mit Luxemburg, das vollgestopft ist mit EU-Bürokraten und sich dagegen nicht wehren kann. Unsere Wirtschaft wird nicht kollabieren, denn der Bedarf an wirklich wichtigen Arbeitskräften kann auch unter den neuen Gegebenheiten gedeckt werden. Die Umsetzung ist durch die fortgeschrittene Technologie erheblich vereinfacht worden. Hopp Schwiiz!»

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(dbe)