Ein Verwandter des gestorbenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt erwägt eine Klage gegen dessen Vermächtnis, das Kunstmuseum Bern als Alleinerben einzusetzen. Dies sagte der Anwalt des in Spanien lebenden Grossneffen Ekkeheart Gurlitt am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Der Anwalt bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ). Er betonte, eine Entscheidung über mögliche rechtliche Schritte könne man erst treffen, wenn man das Testament gesehen habe und die Begleitumstände genau kenne. «Aber sicher ist das ein Gedanke, der nicht ausserhalb dieser Welt liegt.»

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Der in der vergangenen Woche gestorbene Cornelius Gurlitt hatte das Kunstmuseum Bern als Erben seiner millionenschweren Kunstsammlung und restlicher Besitztümer eingesetzt. Da er selbst keine Kinder hatte, gelten laut FAZ der 93-jährige Cousin Dietrich Gurlitt und dessen 65-jähriger Sohn Ekkeheart als nächste Verwandte.

(sda/chb)