Mehr Geld für Arbeitnehmer: Das ist die Quintessenz einer Umfrage des «Sonntagsblicks». Er hat das Meinungsforschungs-Institut Léger (früher Isopublic) zwischen dem 11. und 14. März auf die Stimmberechtigten angesetzt.  Befragt wurden 1017 Personen in der Deutsch- und Westschweiz. 869 davon wollten sicher oder wahrscheinlich an der Abstimmung teilnehmen. Und sie haben eine klare Mienung: Die Mindestlohn-Initiative wollten demnach 52 Prozent annehmen. 42 Prozent waren dagegen, 6 Prozent noch unentschlossen. «In der Romandie ist die Zustimmung mit 59 Prozent wesentlich höhere als in der Deutschschweiz», schreibt die Zeitung.

Vor einem Jahr war die Zustimmung indes noch viel grösser. 38 Prozent Befragten einer Umfrage standen damals «voll» und 38 Prozent «eher» hinter der Initiative. Lediglich 7 Prozent waren «voll» und 15 Prozent «eher dagegen». Damals war jedoch auch noch nicht klar, dass das Volksbegehren des Gewerkschaftsbundes bald zur Abstimmung gelangt.

22 Franken pro Stunde

Die Volksinitiative «Für den Schutz fairer Löhne» verlangt einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde. Er soll für alle Branchen und in allen Landesteile gelten. Ferner sollen Bund und Kantone Mindestlöhne in Gesamtarbeitsverträgen fördern.

(sda/se)