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Hamburger wie Bündner: Nein zu Olympia

Elbphilharmonie: Die Hamburger schicken ihre Kandidatur baden. Keystone

Die Hamburger versenken die Olympia-Kandidatur ihrer Stadt: Eine Mehrheit der Stimmberechtigten hat sich gegen die Sommerspiele im Jahr 2024 entschieden.

Veröffentlicht am 30.11.2015

Die Hamburger Bevölkerung hat sich überraschend gegen Olympia 2024 in der Hansestadt entschieden. In einem Referendum stimmte die Mehrheit gegen eine Bewerbung für das grösste Sportereignis der Welt.

Das Lager der Gegner lag nach vorläufigen Ergebnissen mit 51,6 Prozent der Stimmen vorn. 50,1 Prozent der Wahlberechtigten haben sich beteiligt. Bis zuletzt hatten alle Meinungsumfragen eine Mehrheit für die Olympiabewerbung vorhergesagt. Noch am Sonntagabend hatte eine Forschungsgruppe 56 Prozent Zustimmung prognostiziert.

Vier Kandidaten im Rennen

Für die kommenden Generation habe Olympia in Deutschland nun keine Perspektive mehr, fasste Alfons Hörmann, der Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds, seine Enttäuschung zusammen.«Deutschland und der olympische Gedanke passen derzeit offenbar nicht mehr zusammen.» Vor zwei Jahren entschied sich bereits München gegen eine Kandidatur, die Abstimmung über eine Bewerbung für die Winterspiele 2022 ging klar verloren.

Nun verbleiben dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) noch vier Kandidatenstädte für die Spiele 2014. Dazu zählen Los Angeles, Paris, Rom und Budapest. Die Entscheidung soll im September 2017 fallen.

Bünder Nein

Olympische Winterspiele haben auch in der Schweiz einen schweren Stand: In einer Volksabstimmung vor zwei Jahren entschieden sich die Bündner gegen eine Kandidatur für die Winterspiele 2022. Die Idee einer Kandidatur 2022 war nicht zuletzt daran gescheitert, dass nur Davos und St. Moritz als Austragungsorte vorgesehen waren.

(reuters/ise/chb)

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