Das US-Handelsdefizit hat sich unter Präsident Donald Trump im ersten Halbjahr ausgeweitet. Die Importe übertrafen die Exporte um fast 277 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte.

Das sind rund 27 Milliarden Dollar mehr als ein Jahr zuvor. Trump wirft wichtigen Handelspartnern wie China und Deutschland vor, sich mit unfairen Praktiken Vorteile im internationalen Wettbewerb zu erschleichen. Er hat deshalb wiederholt Strafzölle und andere Gegenmassnahmen ins Spiel gebracht.

Defizit im Handel mit China vergrössert

Das Defizit im US-Handel mit China weitete sich im ersten Halbjahr dennoch um zehn Milliarden auf fast 171 Milliarden Dollar aus. Das Minus im Handel mit der Europäischen Union blieb mit fast 70 Milliarden Dollar nahezu unverändert. Das Defizit mit den Nachbarn Kanada und Mexiko wuchs dagegen.

Im Juni allein schrumpfte das US-Handelsdefizit allerdings, weil die Ausfuhren um 1,2 Prozent wuchsen und mit gut 194 Milliarden Dollar das höchste Niveau seit zweieinhalb Jahren erreichten. Gleichzeitig nahmen die Einfuhren um 0,2 Prozent auf 238 Milliarden Dollar ab.

(sda/me)