Die Terrorfahrt von Berlin – was wir wissen:

  • Ein Lastwagen raste am Montagabend in den Weihnachtsmarkt neben der Gedächtniskirche am Kurfürstendamm.
  • Zwölf Personen sind tot, zwölf Schwerstverletzte liegen noch im Spital.
  • Der Todesfahrer steuerte den Laster vorsätzlich in die Menge.
  • Ein 24-jähriger Tunesier gilt als Tatverdächtiger. Er wurde in der Nacht auf Freitag in Mailand erschossen.
  • Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamiert die Tat für sich.

Die News:

20:36 Uhr: Die Stadt Rom verbietet die Einfahrt von Lastwagen ins Stadtzentrum während der Weihnachtsfeiertage sowie zu Neujahr und am Dreikönigstag. Dies wurde am Freitag aufgrund von Hinweisen der Polizei in Rom beschlossen.Vom Verbot ausgeschlossen sind Fahrzeuge, die verderbliche Lebensmittel, Medikamente und Tageszeitungen verteilen, teilte die Gemeinde Rom am Freitagabend mit. Ziel sei, während der Weihnachtsfeiertage höchste Sicherheit zu garantieren.

19:06 Uhr: Nach dem Portemonnaie hat die Polizei nach Informationen des Magazins «Der Spiegel» offensichtlich auch das Handy des getöteten Terrorverdächtigen gefunden. Das Mobiltelefon der Marke HTC sei beim Lastwagen sichergestellt worden, mit dem der 24-jährige Tunesier mit grosser Wahrscheinlichkeit in einem Weihnachtsmarkt im Berliner Zentrum gerast ist, berichtetet das Magazin.

18:00 Uhr: Der nach dem Anschlag in Berlin festgenommene Pakistaner ist der Polizei aufgefallen, weil er schnell über eine Strasse gerannt ist. «Ich war in der Nähe eines Parks und wollte meine U-Bahn erwischen, um nach Hause zu fahren», sagte Navid B. der «Welt am Sonntag». Er habe zurück in seine Unterkunft am Flughafen Tempelhof gewollt, um schlafen zu gehen. «Dabei musste ich eine Strasse überqueren und rannte, weil mir Autos entgegenkamen.» Polizisten hätten ihn daraufhin angehalten.

17:38 Uhr: In Deutschland wird der Weihnachtsreiseverkehr schwer bewacht. An Flughäfen, Bahnhöfen und in einem 30 Kilometer breiten Streifen an den Grenzen Deutschlands sei die Bundespolizei stark präsent, teilte das Bundespolizeipräsidium mit. Auch nach dem Tod des mutmasslichen Attentäters blieben die Sicherheitsvorkehrungen auf unverändert hohem Niveau.

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16.09 Uhr: «Wir können zum Ende dieser Woche erleichtert sein, dass eine akute Gefahr beendet ist», erklärt Kanzlerin Angela Merkel. Es werde alles Menschenmögliche getan, damit «unser Staat ein starker Staat ist». Sie kündigt eine schnelle Überprüfung sämtlicher Aspekte des Terroranschlags von Berlin an. Der Fall des mutmasslichen Terroristen Anis Amri werfe eine Reihe von Fragen auf, erklärt Merkel. «Wir werden jetzt mit Nachdruck prüfen, inwieweit staatliche Massnahmen verändert werden müssen.» Sie habe Innenminister Thomas de Maizière (CDU) gebeten, mit Justizminister Heiko Maas (SPD) und den Sicherheitsbehörden jeden Aspekt des Falles zu analysieren und die Ergebnisse «baldmöglichst» vorzulegen.

14.59 Uhr: Das IS-Sprachrohr Amak hat ein Video veröffentlicht, auf dem der mutmassliche Berlin-Attentäter Anis Amri zu sehen sein soll. Auf der knapp dreiminütigen Aufnahme schwört dieser dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue.

14.23 Uhr: Die Bedrohung für Deutschland hat sich auch nach dem Tod von Amri nach Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere nicht verändert. «Sie bleibt hoch», sagt der CDU-Politiker.

13.42 Uhr: Die Mailänder Polizei hatte nach Angaben ihres Präsidenten keine Geheimdienstinformationen oder andere Hinweise darauf, dass sich Amri nach Mailand abgesetzt hatte. Amri habe sich verdächtig verhalten und sei deswegen kontrolliert worden. Hätten die Polizisten gewusst, dass es sich um den Berlin-Attentäter handeln könnte, wären sie vorsichtiger gewesen, sagt Antonio De Iesu.

13.34 Uhr: Auch nach dem Tod von Anis Amri werden die Ermittlungen mit Hochdruck weitergeführt. Sie konzentrieren sich jetzt auf Helfer und Mitwisser, sagt Generalbundesanwalt Peter Frank.

13.06 Uhr: Die Berliner Polizei bedankt sich bei ihren italienischen Kollegen. «Grazie e pronta guarigione ai colleghi feriti», twittert sie.

12.40 Uhr: Nach der Erschiessung des mutmasslichen Berliner Lastwagen-Attentäters in Mailand versuchen die Ermittler in Italien mehr über die Waffe herauszufinden, die Anis Amri bei sich trug. Man wolle herausfinden, ob es sich um dieselbe Waffe handle, die bei der Entführung des polnischen Lkws am Montag in Berlin verwendet wurde, berichtete die Tageszeitung «La Repubblica». Amri habe in Mailand mit einer 22-Kaliber-Pistole geschossen, schrieb die Polizei auf Facebook.

11.39 Uhr: Amri kam nach Polizeiangaben mit dem Zug nach Italien. Er sei aus Frankreich nach Turin gekommen, berichtet der Mailänder Antiterrorchef Alberto Nobili. Von Turin in der italienischen Region Piemont sei er wiederum mit dem Zug nach Mailand gefahren, wo er gegen 1.00 Uhr in der Nacht zum Freitag angekommen sei. Gegen 4.00 Uhr am Morgen sei er den zwei Polizisten begegnet, die ihn bei einem Schusswechsel töteten. Ein Polizist wurde an der Schulter verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Er schwebt nicht in Lebensgefahr.

11.24 Uhr: «Es ist ohne Zweifel Anis Amri», bestätigt der italienische Innenminister Marco Minniti. «Es ist um drei Uhr nachts passiert, an einem wichtigen Ort unseres Landes.» Der Tote sei zweifelsfrei als Amri identifiziert. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Es gebe «absolute Sicherheit», da nur die Polizei mit ihm Kontakt gehabt habe. «Stolz ist angesagt», sagt er und lobt die Arbeit der Sicherheitskräfte. 

10.55 Uhr: Der mutmassliche Berliner Attentäter Anis Amri ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Mailand bei einer Schiesserei erschossen worden. Dies berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Es soll nachts um drei Uhr bei einer Ausweiskontrolle am Bahnhof passiert sein. Ein Polizist wurde bei der Schiesserei an der Schulter verletzt. Amri hatte in der Vergangenheit mehrere Jahre in Italien gelebt.

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10.10 Uhr: Der mutmassliche Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt hat laut einem Medienbericht keinen direkten Kontakt zur Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) gehabt. Der Tunesier Anis Amri habe zwar mit dem IS über einen Internet-Chat in Kontakt gestanden, sei aber vermutlich nicht aus Syrien oder Irak gesteuert worden, zitierte der Berliner «Tagesspiegel» am Freitag Sicherheitskreise. Der 24-Jährige habe offenbar auf eigene Faust gehandelt und sich den Lkw-Anschlag in Nizza zum Vorbild genommen. Vom Generalbundesanwalt war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

08.21 Uhr: Die Festnahmen in Duisburg stehen nach Polizeiangaben nicht in Verbindung zur Fahnung nach Amri. «Es gibt keinen Zusammenhang mit dem Fall Amri ausser dem terroristischen Hintergrund», sagt ein Sprecher der zuständigen Polizei in Essen. Bislang sei keine Pressekonferenz dazu geplant, es sei denn, es gebe im Tagesverlauf neue Entwicklungen.

06.34 Uhr: Die Polizei hat mit zwei Festnahmen in Nordrhein-Westfalen womöglich einen Anschlag verhindert. Spezialeinheiten hätten in der Nacht zu Freitag in Duisburg zwei Männer in Gewahrsam genommen, teilte die Polizei mit. Die 28- und 31-jährigen Brüder aus dem Kosovo stünden im Verdacht, möglicherweise einen Anschlag auf das Einkaufszentrum Centro in Oberhausen vorbereitet zu haben. Unklar ist noch, wie weit die Pläne vorangeschritten und ob womöglich weitere Personen daran beteiligt waren. Am Donnerstagabend hatte die Polizei bereits nach Warnungen zusätzliche Einsatzkräfte rund um das Centro und den angrenzenden Weihnachtsmarkt zusammengezogen.

00.10 Uhr: Grünen-Chef Cem Özdemir wirft Tunesien vor, die Abschiebung des mutmasslichen Berliner Attentäters Anis Amri verzögert zu haben. Das sei ärgerlich, sagt Özdemir in einem «Bild»-Interview. «Es kann nicht sein, dass manche Länder über Unterstützung dankbar sind, aber sich weigern, Verbrecher aus ihren Ländern wieder aufzunehmen.» Die Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsländern zu erklären, lehnt Özdemir allerdings ab.

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Freitag, 00.05 Uhr: Sicherheitsbehörden sollen laut «Bild»-Zeitung bereits im August über einen geplanten Anschlag zu Weihnachten in Berlin informiert worden sein. Ein in einem deutschen Gefängnis einsitzender Häftling habe seinem Rechtsanwalt in einem Brief von vier Mithäftlingen aus Tunesien und Algerien berichtet, die offen über geplante Anschläge gesprochen hätten. Von einem Lkw sei allerdings nicht die Rede gewesen. 

 

Donnerstag, 22.48 Uhr: Weitere Observationsbilder sollen den Tunesier an derselben Stelle am 14. und 15. Dezember zeigen. Die Berliner Polizei wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies auf die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.

22.46 Uhr: Der Terrorverdächtige Anis Amri ist nach einem Bericht des Senders RBB wenige Stunden nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an einem Salafistentreffpunkt in Berlin gefilmt worden. Der Sender veröffentlichte am Donnerstagabend Observationsbilder, die den 24 Jahre alten Tunesier vor einem Moschee-Verein zeigen sollen. Demnach wurde Amri am frühen Dienstagmorgen gefilmt, also knapp acht Stunden nach dem Anschlag.

21.35 Uhr: Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist zum Teil auf dem Video einer Auto-Kamera (Dashcam) festgehalten. In dem Film ist zu sehen, wie der schwarze Lkw ungebremst in Richtung des hell erleuchteten Marktes an der Gedächtniskirche rast. Sekunden später fliehen Menschen vom Breitscheidplatz.

19.04 Uhr: Die deutsche Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass der europaweit wegen des Anschlags in Berlin gesuchte Tunesier Anis Amri am Steuer des Tat-Lastwagens sass. Darauf deuteten Fingerabdrücke unter anderem an der Fahrertür hin, wie Behörden-Sprecherin Frauke Köhler am Donnerstagabend sagte. Gegen Amri sei Haftbefehl erlassen worden.

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19.00 Uhr: Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmte am Donnerstag einen Salafistentreffpunkt im Stadtteil Moabit. Dort soll auch Amri verkehrt haben. Die «Berliner Zeitung» berichtete, bei dem Einsatz gegen den Moschee-Verein «Fussilet 33» seien Blendgranaten benutzt und eine Tür aufgesprengt worden.

17.14 Uhr: Zwölf Schwerstverletzte werden aktuell weiter in Berliner Kliniken behandelt. Einige von ihnen seien in kritischer Verfassung, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Die Zahl der Todesopfer sei bisher nicht weiter gestiegen; sie liegt bei zwölf. 14 mittel- bis leichtverletzte Opfer werden noch behandelt, 30 wurden inzwischen entlassen.

16.38 Uhr: Ermittler haben Fingerabdrücke des Terrorverdächtigen Anis Amri im Fahrerhaus des Lkw gefunden. Das bestätigte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) nach seinem Besuch des Bundeskriminalamtes.

15.52 Uhr: Warum wurde der Lkw nicht sofort am Tatort untersucht? Am Dienstag wurde dieser zunächst in eine Halle der Polizei abtransportiert. Nach Informationen von «Süddeutscher Zeitung» und «Spiegel» wollten Kriminaltechniker dort zunächst Personenspürhunde, sogenannte Mantrailer, an die Fahrerkabine führen und so auf den Geruch des Verdächtigen ansetzen.

14.15 Uhr: Zwei Brüder des Tatverdächtigen Anis Amri haben sich schockiert über den Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gezeigt und zweifeln seine Beteiligung an dem Attentat an. «Wenn er das getan hat, dann hat er Schande über uns gebracht», sagte Abdelkader Amri am Donnerstag im tunesischen Oueslatia. «Aber ich bin mir sicher, dass er es nicht war.» Er sei nach Europa gegangen, «um zu arbeiten und unserer Familie zu helfen». Auch der zweite Bruder, Walid Amri, sagte, Anis habe keine Verbindung zum Terrorismus. «Wir standen per Facebook und Telefon mit ihm in Kontakt.» Sie hätten vor zehn Tagen gesprochen. «Er hat mir gesagt, dass er im Januar nach Tunesien kommt und dass er sich für ein Projekt ein Auto gekauft hat», erklärte Walid unter Tränen.

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12.49 Uhr: Die Fingerabdrücke des gesuchten Tunesiers Anis Amri sind Medienberichten zufolge an der Tür des bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt eingesetzten Lkw gefunden worden. Das berichteten «Süddeutsche Zeitung», NDR und WDR unter Berufung auf eigene Informationen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

11.56 Uhr: Coca Cola hat seine Abschlussveranstaltung für die fast schon traditionelle Weihnachtstour in Berlin abgesagt. «Die tragischen Ereignisse auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche haben uns alle tief erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden, mit denen wir trauern», schreibt Coca-Cola auf Facebook. Die Reaktionen fallen gemischt aus, der meistgelikte Kommentar liest sich aber negativ: «Am besten hat man ab jetzt gar keinen Spass mehr, geht nicht mehr feiern etc! Definitiv das falsche Zeichen, aber macht ihr mal.»

11.05 Uhr: Drei Tage nach dem Attentat ist der Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz wieder geöffnet. Die Polizei sichert die Gegend zusätzlich mit Betonquadern. Diese stammen von der Formel E, die «ihre Betonelemente des Berlin ePrix für die zusätzliche Sicherung der Berliner Weihnachtsmärkte und der Silvesterfeier am Brandenburger Tor zur Verfügung stellt», sagte eine Sprecherin gegenüber der «Welt».

10.33 Uhr: Der Anschlag in Berlin war womöglich von langer Hand geplant. Ein Strafverteidiger im Prozess um den Anschlag auf ein Sikh-Gebetshaus in Essen sagte dem «Kölner Stadtanzeiger»: «Mein Mandant hat mir im Mai erzählt, dass er von den Planungen gehört habe.» Damals sei in salafistischen Kreisen im Ruhrgebiet über einen Anschlag in Berlin geredet worden, bei dem ein Lkw eingesetzt werden soll, so Rechtsanwalt Burkhard Benecken gegenüber dem Blatt. 

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09.52 Uhr: Nach dem Anschlag in Berlin führten auch die Behörden in Tunesien Ermittlungen über Anis Amri und seine Familie durch. Nach ersten Erkenntnissen stahl Amri dort im Jahr 2010 einen Lastwagen und wurde darauf von einem Gericht in Kairouan zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Das berichtet Welt Online.

08.23 Uhr: Der künftige US-Präsident Donald Trump sieht seine Pläne für ein Einreiseverbot für Muslime aus gewissen Staaten durch den Anschlag in Berlin bestätigt. «Es zeigt sich, dass ich Recht hatte, 100 Prozent Recht», zitiert ihn die «New York Times». Ein Trump-Berater führt später dazu aus, gemeint seien Trumps Pläne, Einreisen aus Staaten mit «hohen Terrorismus-Raten» auszusetzen.

08.08 Uhr: Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Stephan Mayer, fordert eine Verlängerung der Abschiebehaft. Über den gesuchten Amri sagt Mayer dem RBB-Inforadio: «Er war sogar in Abschiebehaft, musste nach einem Tag wieder entlassen werden.»

08.02 Uhr: Der CDU-Innenexperte Armin Schuster fordert nach dem Anschlag SPD und Grüne auf, die Einstufung nordafrikanischer Staaten als sichere Herkunftsländer nicht weiter zu blockieren. «Wer aus Tunesien kommt, flieht nicht vor Krieg», sagt er NDR Info.

07.28 Uhr: CDU-Vize Armin Laschet sieht im Fall des gesuchten Tunesiers schwere Mängel der Behörden. Wie diese hier gearbeitet hätten, könne einen nur erschüttern, sagt Laschet im Deutschlandfunk. Der Gesuchte sei als sogenannter Gefährder bekannt gewesen, habe sich aber der Kontrolle entziehen können. Das könne man auf keinen Fall akzeptieren.

07.10 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann erneuert im Interview mit der «Passauer Neuen Presse» seine Forderung nach Transitzentren, um die Herkunft von Flüchtlingen zweifelsfrei zu klären. Es gebe zu viele Menschen, deren Identität man noch immer nicht zweifelsfrei kenne, sagt der CSU-Politiker. Viele hätten keine richtigen Ausweispapiere.

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06.41 Uhr: Unter den Todesopfern des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist auch eine israelische Frau. Dies bestätigte am Donnerstag ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums. Ihr Mann, ebenfalls israelischer Staatsbürger, wurde bei der Attacke schwer verletzt. Er sei mehrmals operiert worden, schwebe aber nicht mehr in Lebensgefahr, berichtete die Nachrichtenseite «ynet».

06.36 Uhr: Der nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt zunächst festgenommene und später wieder freigelassene Pakistaner ist für seine Familie anscheinend nicht mehr erreichbar. Der Vater des 23-jährigen Flüchtlings sagte der pakistanischen Zeitung «Dawn», sein Sohn habe ihn nach der Freilassung am Dienstag nicht kontaktiert. Ein in Berlin lebender pakistanischer Aktivist namens Wajid Baloch aus Baluchistan, der Heimat des jungen Mannes, sagte der Zeitung, der junge Mann sei auch nicht in seine Flüchtlingsunterkunft zurückgelehrt.

Donnerstag, 05.45 Uhr: Der mögliche Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, soll sich im Internet über den Bau von Sprengsätzen informiert und direkten Kontakt zum IS gehabt haben. Das berichtet die «New York Times» unter Berufung auf Aussagen nicht näher genannter amerikanischer Offizieller vom Mittwochabend. Unklar blieb zunächst, auf welchen Zeitraum sich diese Angaben beziehen. Dem Bericht zufolge stand Amri mindestens einmal über den Messengerdienst Telegram in Kontakt zum IS. Sein Name habe zudem auf der Flugverbots-Liste der USA gestanden.

Mittwoch, 23.59 Uhr: Die Polizei Berlin dementiert einen Zeitungsbericht (s.u.), wonach ein Spezialeinsatzkommando zwei Wohnungen in der Hauptstadt gestürmt haben soll. Zudem teilten die Sicherheitskräfte mit, dass die Absperrungen am Breitscheidplatz aufgehoben worden seien. Die Arbeit der Polizei sei dort abgeschlossen.

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21.52 Uhr: Ein Spezialeinsatzkommando der Berliner Polizei hat einem Medienbericht zufolge gegen 20 Uhr zeitgleich zwei Wohnungen gestürmt, darunter eine an der Grossbeerenstrasse in Kreuzberg. Das berichtet die «Welt» unter Berufung auf Ermittlerkreise. Bei der Razzia sei ein Mann überwältigt worden. Dabei handele es sich laut Ermittlern aber nicht um den europaweit gesuchten Anis Amri Der Tunesier wurde demnach allerdings in einer der beiden Wohnungen vermutet. Ein ranghoher Beamter gehe davon aus, dass Amri die Flucht ergriffen hat.

21.23 Uhr: Anis Amri soll einem Medienbericht zufolge Tunesien bereits vor sieben Jahren verlassen haben. Er habe vor seiner Einreise nach Deutschland vier Jahre in einem italienischen Gefängnis verbracht, berichtet der tunesische Radiosender Mosaique unter Berufung auf den Vater des Mannes und auf Sicherheitskreise. In Italien soll er eine Schule angezündet haben. Nach Deutschland sei er vor einem Jahr gekommen.

20.05 Uhr: Der Tatverdächtige Anis Amri wurde in diesem Jahr von Berliner Sicherheitsbehörden observiert. Aus Justizkreisen heisst es, bei den Ermittlungen sei es um Informationen gegangen, wonach Amri einen Einbruch geplant habe, um die Anschaffung automatischer Waffen zu finanzieren. Der Verdacht habe sich aber nicht erhärtet.

20.00 Uhr: Laut Jäger reiste der tatverdächtige Tunesier wohl im Juli 2015 nach Deutschland ein. Im Sommer 2016 hätte der abgelehnte Asylbewerber abgeschoben werden sollen, doch fehlten die dafür notwendigen Pass-Ersatzpapiere der tunesischen Behörden. Diese seien nun am Mittwoch eingetroffen.

19.56 Uhr: Der neue Tatverdächtige ist ein den deutschen Ermittlern bekanntes Gesicht. Gegen den Mann war bereits wegen Terrorverdachts ermittelt worden, wie der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger mitteilte. Der Tunesier habe Kontakte zu salafistischen Kreisen unterhalten und sei als «Gefährder» eingestuft worden, also als eine Gefahr für die öffentliche Ordnung.

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17.53 Uhr: Nach dem Lastwagen-Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz sucht das Bundeskriminalamt öffentlich nach einem Verdächtigen. Im Auftrag des Generalbundesanwalts wurde der 24-jährige Tunesier Anis Amri zur öffentlichen Fahndung ausgeschrieben, teilte die Karlsruher Behörde am Mittwoch mit. Das Bundeskriminalamt setzt eine Belohnung von bis zu 100'000 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung führen. Das gibt die Polizei über Amri bekannt:    

  • 24 Jahre alt, geboren in Tunesien    
  • 178 cm gross   
  • Wiegt circa 75 kg    
  • Schwarze Haare und braune Augen    
  • Die Polizei warnt: Er könnte gewalttätig und bewaffnet sein

16.49 Uhr: In Berliner Kliniken werden derzeit noch zwölf Menschen behandelt, die beim Anschlag auf den Weihnachtsmarkt schwerste Verletzungen erlitten haben. Die Zahl der Todesopfer liegt ebenfalls weiter bei zwölf und hat sich nicht weiter erhöht, teilt der Berliner Senat mit. Allerdings seien noch Patienten in kritischer Verfassung.

15.36 Uhr: Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere bestätigt: Seit Mitternacht ist ein Verdächtiger europaweit zur Fahndung ausgeschrieben. Es sei aber keine öffentliche Fahndung. Der Minister äussert sich nicht zur Identität des Verdächtigen. Gemäss diversen Medienberichten handelt es sich dabei aber um einen 24-jährigen Tunesier.

14.42 Uhr: Die französische Regierung hat schärfere Kontrollen an der Grenze zu Deutschland angeordnet. In einer Mitteilung des Pariser Innenministeriums werden die Behörden aufgefordert, «jede nützliche Massnahme zu ergreifen, um umgehend die Kontrollen an der französisch-deutschen Grenze zu verstärken». In weiteren Mitteilungen ordnet das Innenministerium zudem eine Neubewertung der Risiken für Orte mit grossem Besucherandrang und eine Verschärfung der Sicherheitsmassnahmen für Weihnachtsmärkte an.

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13.33 Uhr: Hacker haben das Hinweisportal des Bundeskriminalamts (BKA) angegriffen. Das BKA bestätigte einen Bericht der Funke-Zeitungen. Am Dienstag sei die Seite www.bka-hinweisportal.de zwischen 17 und 19.30 Uhr deshalb nicht erreichbar gewesen. Es handelte sich den Angaben zufolge um eine sogenannte DDOS-Attacke, bei der die Rechner so lange mit Anfragen bombardiert werden, bis die Software nicht mehr mitkommt. Es seien sofort Gegenmassnahmen eingeleitet worden, dann habe die Seite wieder funktioniert, sagte eine BKA-Sprecherin. Auf dem Portal können Zeugen Fotos oder Videos mit Hinweisen zu dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hochladen.

12.47 Uhr: Die deutsche Polizei fahndet bundesweit nach einem neuen Verdächtigen. Er stammt aus Tunesien und hat offenbar Verbindungen zur salafistischen Szene in Westdeutschland.

11.52 Uhr: Der Markt am Breitscheidplatz ist immer noch abgesperrt. Er soll aber voraussichtlich am Donnerstag wieder öffnen, wie eine Sprecherin der betreuenden PR-Agentur sagt.

11.09 Uhr: Im Fussraum des Führerhauses des Lkw, der am Montagabend in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast war, ist ein Ausweis mit Personalien gefunden worden. Das berichten deutsche Medien. Einem Bericht zufolge führt die neue Spur in salafistische Kreise im Westen des Landes. Die Kölner Polizei reagiert jedenfalls mit verschärften Kontrollen auf den Weihnachtsmärkten und den Strassen sowie mit Hindernissen für Lastwagen an sensiblen Punkten auf den Berliner Anschlag.

10.37 Uhr: Eines der in die Berliner Charité eingelieferten Anschlags-Opfer ist weiterhin in einem kritischen Zustand. Bei drei weiteren sehr schwer verletzten Besuchern des Weihnachtsmarktes habe sich der Zustand stabilisiert, sagt der stellvertretende ärztliche Direktor des Grossklinikums, Joachim Seybold, im ZDF. Insgesamt seien 13 Patienten aufgenommen worden, acht davon schwer verletzt. Zwei seien auf der Intensivstation gestorben.

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10.05 Uhr: Um 18 Uhr wollen sich Merkel-Gegner zu einer «Mahnwache» vor dem Kanzleramt versammeln. Unterstützt wird die Aktion von den rechtsextremen Bewegungen Pegida und der «Identitäre Bewegung». Ebenfalls um 18 Uhr soll es unter dem Motto «Grenzen dichtmachen – An Merkels Händen klebt Blut» eine Demonstration Rechtsextremer am Hardenbergplatz geben. Dieser liegt in der Nähe des Breidscheidplatzes, wo der Lastwagen in die Menschenmenge raste.

09.22 Uhr: Nach dem Anschlag in Berlin ist der Regierende Bürgermeister Michael Müller bemüht, die Bevölkerung zu beruhigen. «Man muss keine Angst haben. Das wäre ja jetzt fatal, wenn man sich zu Hause einschliesst und nicht mehr rausgeht», sagte er am Mittwochvormittag im ZDF-«Morgenmagazin».

09.10 Uhr: Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies vor Nachahmern gewarnt. «Ich habe immer die Sorge, dass es Nachahmer gibt», sagte Mathies dem «Kölner Stadt-Anzeiger». «Es gibt nichts Schlimmeres, als dann sagen zu müssen: Wir hätten etwas tun können und haben es nicht getan.»

09.01 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck will Verletzte des Berliner Weihnachtsmarkt-Anschlags besuchen. Dazu fährt das Staatsoberhaupt am Vormittag (10.45) in das Virchow-Klinikum der Charité, wie das Bundespräsidialamt am Mittwoch mitteilte.

08.40 Uhr: Trotz des Anschlags soll es keine Ausweitung der Videoüberwachung in der Hauptstadt geben. Das sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop am Mittwoch im Inforadio des RBB und unterstützte damit Innensenator Andreas Geisel. Der Senat habe aber am Dienstag beschlossen, mehr Polizeipräsenz auf den Strassen und den Weihnachtsmärkten zu zeigen. Dabei helfe auch die Bundespolizei den Berliner Beamten.

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08.26 Uhr: Nötig sei eine starke Staatsgewalt zur Abwehr terroristischer Gefahren, sagt CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer im ZDF. «Darum geht es jetzt, dass wir alles auf den Prüfstand bringen, nachjustieren, verbessern.» Es gehe darum, Sicherheit und Zuwanderung in Verbindung zu bringen.

07.31 Uhr: Bayern Innenminister Joachim Herrmann sagt im Deutschlandfunk, es gebe ein erhöhtes Risiko islamistischer Anschläge. Mit Blick auf Attentate in den vergangenen Monaten sagt er, bei den Tätern habe es sich um Menschen gehandelt, «die im Rahmen des Flüchtlingsstroms nach Deutschland gekommen sind». «Die Risiken sind offenkundig.»

06.20 Uhr: Sicherheitsexperten kritisieren nach dem Anschlag einen fehlenden Schutz der Besucher auf derartigen Veranstaltungen. Das Gefahrenpotenzial sei wohl auch deshalb nicht richtig eingeschätzt worden, weil Deutschland bislang von grossen Anschlägen verschont geblieben sei.

04.32 Uhr: Die Berliner Polizei hat nach eigenen Angaben mehr als 500 Hinweise zu dem Anschlag erhalten. Neben Zeugenaussagen werten die Ermittler DNA-Spuren und Fingerabdrücke aus. Mit GPS-Daten vom Tatabend werde nach dem Handy des Täters gesucht, sagte André Schulz, Vorsitzender des Bunds Deutscher Kriminalbeamter. Auf dieser Basis könne ein Bewegungsbild erstellt werden. 

Mittwoch, 02.00 Uhr: Der Vorsitzende der deutschen Innenministerkonferenz hat schärfere Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Vor allem die Telefon- und Internetüberwachung von Verdächtigen müsse künftig im Fokus stehen, sagte der saarländische Innenminister Klaus Bouillon der «Passauer Neuen Presse».

Dienstag, 20.49 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Angriff in Berlin für sich in Anspruch genommen. Der Täter sei ein «Soldat des Islamischen Staates» gewesen, meldete das IS-Sprachrohr Amak.

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20.05 Uhr: Innenminister de Maizière räumte ein, dass der Täter noch flüchtig sein könnte. Zugleich versicherte er, die Ermittler tappten keineswegs im Dunklen. Es gebe Ermittlungsansätze, die würden verfolgt. Die Polizei rief die Bürger wieder zu erhöhter Wachsamkeit auf.

19.46 Uhr: Der nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene 23-jährige Flüchtling aus Pakistan ist offenbar nicht der Täter. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, gegen den Mann sei kein Haftbefehl beantragt worden. Er sei auf freien Fuss gesetzt worden.

18.50 Uhr: US-Präsident Barack Obama sprach nach Angaben des Präsidialamts am Montagabend mit Merkel. Er habe ihr Unterstützung nach «dem fürchterlichen mutmasslichen Terrorangriff» angeboten.

17.36 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in ihrer Propaganda Anleitungen für Angriffe mit Lastwagen auf Zivilisten gegeben. So veröffentlichten die Dschihadisten im November in ihrem Magazin «Rumiyah» genaue Anweisungen, wie Einzeltäter ein solches Attentat verüben sollen. Ein Fahrzeug sei für einen Angriff gut geeignet, weil es einfach zu beschaffen, aber nicht verdächtig sei. «Es ist eine der sichersten und einfachsten Waffen, die man gegen die Kuffar (Ungläubigen) einsetzen kann», heisst es im Artikel.

17.11 Uhr: Sechs Todesopfer sind laut deutschem Bundeskriminalamt identifiziert. Es handelt sich bei allen um deutsche Staatsbürger.

16.44 Uhr: Die Berliner Behörden schliessen nicht aus, dass sich die Zahl der Todesopfer noch erhöhen könnte. Derzeit befänden sich noch 14 Schwerstverletzte in Berliner Krankenhäusern, sagte der Sprecher der Senatsgesundheitsverwaltung, Christoph Lang, am Nachmittag. Insgesamt wurden zu diesem Zeitpunkt noch 24 Verletzte stationär behandelt.

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15.36 Uhr: Nach dem Attentat in Berlin passen die Zürcher Stadtpolizei und die Kantonspolizei Basel-Stadt ihre Sicherheitskonzepte bei den Weihnachtsmärkten an. Andere Stadt- oder Kantonspolizeien verweisen darauf, die Sicherheitsmassnahmen bereits aufgrund früherer Ereignisse erhöht zu haben. Die konkreten Massnahmen werden aus taktischen Gründen nicht kommuniziert.

15.08 Uhr: Hinter dem Anschlag stecken nach den Worten von Generalbundesanwalt Peter Frank möglicherweise mehrere Personen. Man wisse nicht, ob es einen oder mehrere Täter gebe, sagt er. Zudem gebe es Zweifel, ob der festgenommene Pakistaner der Täter sei oder zu der möglichen Tätergruppe gehöre. Er bekräftigt, die Ermittler gingen von einem terroristischen Hintergrund aus. Nach seinen Angaben wurden bei dem Anschlag 30 Menschen schwer verletzt.

14.48 Uhr: UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilt den «terroristischen Anschlag» in Berlin. Der Generalsekretär hoffe, dass jeder, der an dieser abscheulichen Tat beteiligt war, rasch zur Rechenschaft gezogen werde, teilen die UNO mit.

14.29 Uhr: Papst Franziskus zeigt sich erschüttert über den «fürchterlichen Akt der Gewalt». Seine Heiligkeit nehme Anteil an der Trauer der Hinterbliebenen und bekunde sein Mitgefühl und seine Nähe in ihrem Schmerz, teilt der Kardinalstaatssekretär im Vatikan, Pietro Parolin, mit. Im Gebet vertraue der Papst die Verstorbenen der Barmherzigkeit Gottes an und bitte um Genesung der Verletzten.

14.15 Uhr: Die Berliner Polizei ruft die Bürger der Hauptstadt wieder zu besonderer Wachsamkeit auf. «Der festgenommene Tatverdächtige streitet derzeit die Tat am #Breitscheidplatz ab. Wir sind daher besonders wachsam. Seien Sie es bitte auch», erklärt die Polizei über Twitter.

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13.41 Uhr: Der in Berlin festgenommene Terrorverdächtige hat den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt möglicherweise nicht begangen. «Es ist in der Tat unsicher, ob er der Fahrer war», sagte Polizeipräsident Klaus Kandt am Dienstag.

13.08 Uhr: Bislang hat sich nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere noch keine Organisation zu dem Anschlag bekannt. «Es gibt keine Bekennung vom Islamischen Staat auf uns bekannten Wegen.» Es gebe aber indirekte Bekennungen. Der Verdächtige stamme aus Pakistan, sei am 31.12.2015 eingereist und im Februar in Berlin aufgetaucht. Über seinen Asylantrag sei noch nicht entschieden worden.

12.45 Uhr: Die EU-Kommission hält vor ihrer täglichen Pressekonferenz am Mittag eine Schweigeminute für die Opfer des Anschlags ab. Kommissionschef Jean-Claude Juncker habe noch in der Nacht Kanzlerin Angela Merkel seine Anteilnahme ausgedrückt, sagt eine Sprecherin der Brüsseler Behörde.

12.27 Uhr: Die Bundesliga kündigt für alle Spiele am Dienstag und Mittwoch eine Schweigeminute und das Tragen von Trauerflor an. «Damit möchten wir ein Zeichen der Verbundenheit mit den Betroffenen, aber auch mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Hauptstadt setzen», sagt DFL-Präsident Reinhard Rauball.

12.23 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer fordert nach dem Anschlag von Berlin einen Kurswechsel in der Zuwanderungspolitik. «Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu ausrichten», erklärt der CSU-Chef in München.

12.00 Uhr: Der nach dem Lkw-Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene Terror-Verdächtige leugnet die Tat. Der 23 Jahre alte Mann streite bisher alles ab, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag aus Sicherheitskreisen.

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11.40 Uhr: Die Düsseldorfer Polizei verstärkt die Sicherheitsmassnahmen an Weihnachtsmärkten. Die Polizeibeamten würden ab sofort verstärkt auf Weihnachtsmärkten präsent sein und seien in Schutzwesten und mit Maschinenpistolen in Doppelstreifen unterwegs, teilt die Polizei mit.

11.33 Uhr: Die «Welt» berichtet unter Berufung auf einen BKA-Lagebericht, der Verdächtige habe seit dem 2. Juni 2016 eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland. Er soll demnach am 11. Februar nach Deutschland eingereist sein. Laut BKA sei von einen «terroristischen Anschlag» auszugehen, berichtet die «Welt».

11.18 Uhr: Die Bundeswehr hilft bei der Betreuung und Versorgung der Verletzten des Anschlags in Berlin. Einige von ihnen würden im Bundeswehr-Krankenhaus in der Hauptstadt behandelt, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Das Universitätsklinikum Charite hatte nach eigenen Angaben insgesamt 16 Verletzte des Anschlages aufgenommen, darunter mehrere Schwerstverletzte.

11.15 Uhr: Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon spricht nach dem Anschlag in Berlin von Krieg. «Wir müssen konstatieren, wir sind in einem Kriegszustand, obwohl das einige Leute, die immer nur das Gute sehen, nicht sehen möchten», sagt der CDU-Politiker im Sender SR 3. Wo erforderlich, würden Polizeikräfte mit «schwerem Gerät» antreten. «Das heisst: Langwaffen, Kurzwaffen, Maschinenpistolen.»

11.14 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel beruft das Sicherheitskabinett ein. Die zuständigen Minister und die Chefs der Sicherheitsbehörden wurden noch am Vormittag die Lage und mögliche Konsequenzen beraten, sagt die Kanzlerin. Die Tat werde bestraft werden, «so hart es unsere Gesetze verlangen».

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11.07 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin als grausame und unbegreifliche Tat bezeichnet. Diese werde bestraft werden, «so hart es unsere Gesetze verlangen». Merkel sagt, man müsse von einem terroristischen Anschlag ausgehen. 

10.52 Uhr: Die Londoner Polizei überprüft nach den Anschlägen von Berlin und Ankara die Sicherheitsmassnahmen in der britischen Hauptstadt.

10.47 Uhr: «Focus» berichtet unter Berufung auf den Brandenburger Innenminister Karl-Heinz Schröter, der polnische Fahrer des Lkw sei offenbar erschossen worden. Der Mann war nach dem Anschlag tot auf dem Beifahrersitz gefunden worden.

10.37 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin kondoliert zu dem Berliner Anschlag. Er sei geschockt über die Gewalt und den Zynismus, zitiert ihn die russische Nachrichtenagentur RIA.

10.19 Uhr: «Deutschland ist nicht mehr sicher», teilt AfD-Chefin Frauke Petry mit. «Wir fordern aber, dass unsere so unverantwortlich offen gehaltenen Grenzen endlich wieder kontrolliert werden.» Die Polizei und die Geheimdienste müssten aufgerüstet, potenzielle Terroristen und sogenannte Gefährder rigoros abgeschoben werden.

10.07 Uhr: Der Berliner Senat legt um 11.30 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein Kondolenzbuch aus. Wie der Evangelische Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf weiter mitteilte, stehen in der Kirche seit 9 Uhr Pfarrerinnen und Pfarrer zum Gespräch bereit. Mit einem Mittagsgebet ab 13 Uhr und einem Trauer- und Fürbittgottesdienst ab 18 Uhr am Abend will die Gemeinde der Opfer des Anschlags gedenken.

9.55 Uhr: Bei dem Verdächtigen soll es sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen um einen 23 Jahre alten Pakistaner handeln, der in der Flüchtlingsunterkunft auf dem früheren Berliner Flughafen Tempelhof lebte.

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9.51 Uhr: Der Sender RBB berichtet, bei dem Polizeieinsatz in der Flüchtlingsunterkunft im stillgelegten Flughafen Tempelhof seien vier junge Männer befragt worden. Es habe keine Festnahmen gegeben, habe der Sprecher des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, erklärt.

9.35 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigt für 11.00 Uhr eine Erklärung zum Anschlag an.

9.11 Uhr: «Wir müssen alles tun, um diese abscheuliche Tat sorgfältig und vollständig aufzuklären», fordert Justizminister Heiko Maas. «Wir stehen über den Generalbundesanwalt im permanenten Austausch mit den Sicherheitsbehörden.»

8.10 Uhr: Das Bundesinnenministerium ordnet für Dienstag eine bundesweite Trauerbeflaggung an. «Dies geschieht als Zeichen der Anteilnahme nach der Gewalttat auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin am gestrigen Abend», erklärt das Ministerium. Die Anordnung gelte für die obersten Bundesbehörden sowie der Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht von Bundesbehörden unterstehen.

8.05 Uhr: Die Zeitung «Die Welt» berichtet auf ihrer Online-Seite, ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei habe einen Hangar im stillgelegten Berliner Flughafen Tempelhof gestürmt. Dort sind Flüchtlinge untergebracht. Das SEK habe eine erste heisse Spur. Die Polizei lehnt eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

7.42 Uhr: Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, sagte im Bayerischen Rundfunk: «Die Polizei ist, glaube ich, ziemlich gut gerüstet, aber bei 2'500 Weihnachtsmärkten, mindestens zweimal die Woche in jeder Stadt Märkte, da können Sie keine 100-prozentige Sicherheit geben.»

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7.22 Uhr: Es müsse gewährleistet sein, dass es keine Nachahmungstäter gebe, sagt der innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer, im ZDF. «Es spricht sehr viel dafür, dass es sich um einen terroristischen Anschlag handelte.» Mayer sagt: «Das ist wirklich ein Schlag ins Mark Deutschlands.»

7.05 Uhr: Der Sender rbb-Inforadio meldet unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass der festgenommene mutmassliche Fahrer aus Pakistan stammt. Er sei am 31.12.2015 in Passau nach Deutschland eingereist. Er sei der Polizei wegen geringfügiger Delikte bekannt.

6.40 Uhr: Der Lastwagen wird nach Polizeiangaben zur weiteren Spurensicherung vom Tatort abgeschleppt.

5.55 Uhr: Polizei geht davon aus, dass der Lkw vorsätzlich in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt gesteuert wurde.

4.40 Uhr: Der im Lkw geborgene Tote war laut Polizei nicht der Fahrer.

2.40 Uhr: Der Tote im Lkw war nach Angaben der Polizei polnischer Staatsbürger.

2.00 Uhr: Laut Berliner Polizei hat sich die Zahl der Toten auf zwölf erhöht. 48 seien zum Teil schwer verletzt in den Krankenhäusern.

(sda/reuters/ise/gku/cfr)