Mehr als zwei Millionen Bewohner haben die ostchinesische Stadt Hangzhou für die Zeit des Gipfels der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten verlassen. Der grosse chinesische Reiseveranstalter Ctrip schätzte am Freitag, das rund ein Drittel der Bevölkerung die Metropole für das Treffen der Industrie- und Schwellenländer (G20) verlassen habe.

Die Stadtregierung hatte eine Woche Ferien verfügt und Reisegutsscheine im Wert von mehr als einer Milliarde Euro verteilt. Die Strassen der herausgeputzten Millionenstadt waren wie leergefegt, auch weil die Hälfte der Autos nicht fahren durfte. Kein Smog trübte die Luft, da Fabriken im Umkreis von 300 Kilometern die Produktion herunterfahren mussten.

Massive Sicherheitsvorkehrungen

Der Gipfel am Sonntag und Montag wird von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Die Lokalregierung teilte mit, dass es 172 Kontrollstellen auf den Strassen gebe. Es gebe «keinen blinden Fleck» in der Stadt.

Tausende Freiwillige patrouillierten in Wohngebieten. Rund 1,5 Millionen Helfer sind für die Organisation des Gipfels mobilisiert worden. Rund 3700 sind allein am Veranstaltungsort tätig. In der Provinzhauptstadt Hangzhou war Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping von 2002 bis 2007 beheimatet, als er noch Parteichef der wirtschaftlichen Boom-Region Zhejiang war.

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(sda/gku/ama)