1. Home
  2. Politik
  3. Hausärzte: 200 Millionen Franken mehr ist nicht genug

Hausärzte: 200 Millionen Franken mehr ist nicht genug

Alain Berset will den Hausärzten 200 Millionen Franken mehr zugestehen. Das ist Peter Tschudi zuwenig. (Bild: Keystone)

Hausärzte in der Schweiz verdienen im Vergleich zu Spezialisten wenig. Das soll besser werden. Doch die Hausärzte wollen mehr als ihnen angeboten wird.

Veröffentlicht am 20.01.2013

Bundesrat Alain Berset will das Einkommen der medizinischen Grundversorger um 200 Millionen Franken im Jahr erhöhen. Dies steht in einem Brief, den das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Dezember an Ärzte, Krankenkassen und Spitäler verschickt hat, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

«Die Tarifpartner werden gebeten, dem BAG einen Vorschlag zur Revision der Tarifstruktur Tarmed vorzulegen, der die Grundversorger im Ausmass von 200 Millionen Franken besser stellt», heisst es darin. Gleichzeitig verlangt das Amt Vorschläge, wie dieser Betrag bei anderen Tarifpositionen kompensiert werden kann.

Auf Abstriche müssten sich damit wohl vor allem Radiologen, Onkologen und andere Spezialisten gefasst machen, die zu den Spitzenverdienern unter den Ärzten gehören. Mit diesem Vorschlag nimmt Berset ein wichtiges Anliegen der Hausärzte auf, allerdings nur zur Hälfte. Die Hausärzte selber fordern mit ihrer 2010 eingereichten Volksinitiative zusätzliche Entschädigung von 350 Millionen Franken.

Dementsprechend enttäuscht reagieren sie nun auf die Vorschläge. «200 Millionen sind für uns nicht genug», sagt Peter Tschudi, der Präsident der Hausarztinitiative. Damit rücke der angestrebte Rückzug des Begehrens in weite Ferne.

(jev)

Anzeige