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US-Wahl
Hillary Clinton legt Steuererklärung offen

Hillary Clinton erhöht den Druck: Die demokratische Bewerberin hat ihre Steuererklärung veröffentlicht. Damit gerät Donald Trump unter Zugzwang, der sich seit Monaten weigert.

Veröffentlicht am 12.08.2016

Mit der Veröffentlichung ihrer Steuererklärungen erhöht Hillary Clinton den Druck auf ihren Konkurrenten Donald Trump. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner weigert sich seit Monaten, seine Daten zu veröffentlichen.

Die Offenlegung von Einkommen und Steuern ist für Bewerber um das Weisse Haus seit Jahrzehnten überparteiliche Tradition, sie wird von Präsidentschaftskandidaten schlicht erwartet.

Trumps Steuerlast bei Null?

Clinton und ihr Kandidat für den Vizepräsidenten, Tim Kaine, legten am Freitag alle Zahlen seit 2006 offen. Clinton gab an, mit ihrem Mann Bill 2015 insgesamt 10,6 Millionen US-Dollar eingenommen zu haben. Davon zahlten sie ein gutes Drittel oder 34,2 Prozent Bundessteuern. Der Anteil aller Steuern (unter anderem Bund und Staat) belief sich auf 43,2 Prozent.

Trump hatte zunächst eine Offenlegung angekündigt, war aber dann umgeschwenkt. Er begründete das damit, dass seine Bücher geprüft würden, ausserdem gehe das niemanden etwas an. Die Clinton-Kampagne fragte am Freitag: «Was hat er zu verbergen?»

Die «New York Times» vermutete zuletzt, dass die Steuerlast für den mehrfachen Milliardär Trump möglicherweise bei Null liegen könnte. In seinem Wahlkampf, den der Unternehmer auch stark auf Arbeiter und die Mittelklasse abzustellen versucht, wäre das eine schwer zu vermittelnde Botschaft.

(sda/me)
 

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