Bedauern auf allen Seiten: Sowohl Economiesuisse, als auch die Handelskammer Deutschland-Schweiz und die Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers bringen ihre Enttäuschung über das Scheitern des Abkommens zur Abgeltungssteuer in der deutschen Länderkammer Bundesrat in Communiqués zum Ausdruck.

Ebenfalls gemeinsam ist den meisten Vermeldungen zum Scheitern des Abkommens die diffuse Hoffnung auf den Vermittlungsausschuss. Allerdings verspricht man sich in der Schweiz nicht viel davon. Michel Dérobert, Geschäftsführer der Privatbankiervereinigung meinte dazu, die Seite die sich nicht bewegen wolle, sei im Vorteil.

Die Schuld am Scheitern wird allgemein Deutschland zugeschrieben. «Bleibt es definitiv beim Nein, trägt Deutschland die Verantwortung für das Scheitern des Abkommens», schreibt Economiesuisse dazu. Entsprechend wird ein weiteres Entgegenkommen vonseiten der Schweiz breit abgelehnt. Bis auf die Grünen und die SP kommen weiter Verhandlungen oder gar der automatische Informationsaustausch für die Schweizer Parteien nicht in Frage. Auf derselben Linie bewegt sich auch Economiesuisse: «Unabhängig vom Entscheid in Deutschland geht die Schweiz den eingeschlagenen Weg einer steuerkonformen Strategie unter Wahrung der Privatsphäre der Bankkunden weiter.»

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(jev/muv/sda)