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Hollands Finanzminister fordert Lohnminus für Banker

Jeroen Dijsselbloem will runter mit den Löhnen. «Vernünftig, dass die Angestellten ihren Beitrag leisten.» (Bild: Keystone)

Der Niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem will bei Bankangestellten runter mit den Löhnen. Man habe die Arbeitsplätze durch den Staat gesichert, darum sei es vernünftig, dass die Angestel

Veröffentlicht am 11.02.2013

Bankangestellte in den Niederlanden sollten nach Ansicht des Finanzministers mit einer Lohnkürzung für die staatliche Rettung ihrer Arbeitgeber zahlen.

«Wir haben Arbeitsplätze zum Teil durch die staatlichen Hilfen gesichert», sagte Jeroen Dijsselbloem der Zeitung «De Telegraaf». «Deswegen denke ich, dass es vernünftig ist, dass die Angestellten auch ihren Beitrag leisten.»

Die Lohnabschlüsse für die Branche seien sehr grosszügig, auch für einfache Angestellte. Nun sei es Zeit, dass hier Nüchternheit einkehre. «Ich will, dass der Sektor von selbst aktiv wird. Die Gesellschaft will ein klares Signal. Ich werde hier Druck ausüben», sagte Dijsselbloem, der auch Vorsitzender der Euro-Gruppe der Finanzminister ist.

Der Staat hat in den Niederlanden keine Möglichkeiten, auf die Tarifverhandlungen direkten Einfluss zu nehmen. Vor zehn Tagen hatte Dijsselbloem mit SNS Reaal die viertgrösste Bank der Niederlande verstaatlicht. Auch ABN AMRO wurde verstaatlicht. 2008 hatte der Staat zudem ING und Aegon mit Steuergeldern gerettet.

(chb/aho/sda)

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