Nach dem tödlichen Anschlag auf Touristen hat Tunesien seine Polizeipräsenz in den Badeorten massiv erhöht. Tausende Urlauber verliessen über das Wochenende vorzeitig das Land. Nach Angaben des deutschen Aussenministers Frank-Walter Steinmeier starb ein Deutscher im Kugelhagel des Attentäters. Eine weitere deutsche Staatsangehörige sei verletzt worden. Nach Angaben der Regierung in London wurden 15 Briten getötet.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Nicht auszuschliessen sei, dass sich einige wenige weitere Deutsche unter den Opfern befänden, sagte Steinmeier. Die Bundesregierung sprach dem nordafrikanischen Land mit seiner noch jungen Demokratie ihre Solidarität aus. Zu dem Anschlag bekannte sich im Internet die Extremistengruppe Islamischer Staat (IS).

3000 Urlauber haben Tunesien verlassen

Der Attentäter hatte am Freitag mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr das Feuer an einem Strand eröffnet. Nach tunesischen Angaben erschoss er 39 Menschen und wurde dann selbst getötet. Mindestens 40 Personen wurden verletzt. Nach Einschätzung der britischen Regierung sind weitere Angriffe von Islamisten auf Urlaubsorte in Tunesien nicht auszuschliessen. Laut Tunesiens Innenminister Najem Gharsalli werden bis zu 1000 Polizisten zum Schutz von Touristen und Hotels eingesetzt.

Insgesamt verliessen am Wochenende nach offiziellen Angaben mehr als 3000 Urlauber vorzeitig das Land. Dem Reiseveranstalter TUI zufolge brachen bis Sonntag rund 250 Deutsche ihren Tunesien-Urlaub ab. Laut TUI Suisse befänden sich rund 100 Schweizer Kunden in Tunesien.

(reuters/moh)