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Armut
Im Sudan bahnt sich eine Hungersnot an

Dürre im Sudan: Schon im Dezember war die Situation besorgniserregend. Keystone

Wegen dem Klimaphänomen El Niño sind im Sudan laut Uno 400'000 Menschen auf Hilfe angewiesen. Doch das konfliktgeplagte Land war schon vor der Dürre auf Versorgung von Hilfsorganisationen angewiesen.

Veröffentlicht am 04.04.2016

Im Sudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen rund 400'000 Menschen wegen des Klimaphänomens El Niño auf Hilfe angewiesen. Ursache ist das Ausbleiben des Regens, sagte der Direktor des Welternährungsprogramms (WFP) im Sudan, Marco Cavalcante, am Sonntag.

Besonders betroffen von der Dürre seien der Osten des Sudans und die Regionen Ost-Darfur und Kordofan. Es würden zusätzlich 10,9 Millionen Euro zur Versorgung der Betroffenen benötigt.

3,8 Millionen Sudanesen im WFP-Programm

Ohnehin erhalten dieses Jahr bereits 3,8 Millionen Sudanesen in den Konfliktgebieten des Landes Hilfe vom WFP. Die UNO-Organisation wird nach den Worten Cavalcantes in den kommenden Wochen mehr Mittel brauchen, um die nötigen Hilfslieferungen bereitzustellen.

Das Wetterphänomen El Niño tritt alle zwei bis sieben Jahre auf. Dabei sammeln sich warme Wassermassen im zentralen und östlichen Pazifik mit der Folge, dass es weltweit zu Wetterextremen wie Dürren und Überschwemmungen kommt. Die Vereinten Nationen hatten im November gewarnt, der diesjährige El Niño sei der schlimmste seit mehr als 15 Jahren und einer der stärksten seit 1950.

(sda/gku)

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