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Staatshilfe
Immer mehr Menschen sind auf Sozialhilfe angewiesen

Zum fünften Mal in Folge steigt die Anzahl Personen, die in der Schweiz auf Sozialhilfe angewiesen sind. Rückläufig war die Quote lediglich in zwei Kantonen: Waadt und Obwalden.

Veröffentlicht am 16.12.2014

Die Zahl der Sozialhilfebezüger ist 2013 zum fünften Mal in Folge angestiegen. Die Sozialhilfequote erhöhte sich leicht auf 3,2 Prozent. Kinder, Jugendliche und ausländische Staatsangehörige gehören zu den Gruppen mit dem grösste Sozialhilferisiko.

Insgesamt erhielten im vergangenen Jahr in der Schweiz gut 257'000 Personen wirtschaftliche Sozialhilfe. Das sind 6900 Personen oder 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.

Gemessen an der Gesamtbevölkerung betrug der Anteil der unterstützten Personen 3,2 Prozent, 0,1 Prozentpunkte mehr als 2012. Rückläufig war die Sozialhilfequote 2013 nur in zwei Kantonen: Waadt und Obwalden. Die Zahl der behandelten Fälle stieg um 5000 oder 3,3 Prozent auf knapp 159'000.

Kinder und Jugendliche besonders hilfsbedürftig

Gemäss der Schweizerischen Sozialhilfestatistik sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nach wie vor am häufigsten auf Hilfe vom Staat angewiesen. 5,2 Prozent macht die Sozialhilfequote in dieser Altersgruppe aus.

Im Vergleich zu 2005 hat die Sozialhilfequote der ausländischen Bevölkerung trotz steigenden Fallzahlen letztes Jahr um 0,2 Prozentpunkte abgenommen. Sie ist aber mit 6,4 Prozent immer noch nahezu dreimal höher als jene der Schweizerinnen und Schweizer (2,2 Prozent).

(awp/ise/ama)

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