Das Informatikprojekt Fiscal-IT der Steuerverwaltung kostet voraussichtlich deutlich mehr als ursprünglich geplant. Darauf hatte bereits die Finanzkontrolle hingewiesen. Nun spricht Finanzminister Ueli Maurer davon, dass es vermutlich einen Nachtragskredit von rund 30 Millionen Franken braucht.

Das sagte Maurer am Donnerstag an seiner Jahresmedienkonferenz in Adelboden. Budgetiert sind rund 85 Millionen Franken. Fiscal-IT ist das Nachfolgeprogramm des gescheiterten Projekts Insieme für die Steuerverwaltung.

Finanzkontrolle warnte vor Mehrkosten

Die Eidgenössische Finanzkontrolle hatte bereits im August vor möglichen Mehrkosten gewarnt, diese aber nicht genau beziffert. Sie schrieb, dass sie nach aktuellem Wissensstand rund 10 Prozent mehr Mittel budgetiert hätte.

Das Vorgängerprojekt Insieme wurde vor Abschluss beerdigt, trotz aufgelaufenen Kosten von 116 Millionen Franken.

(sda/mbü/me)