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Initiative: Kantone sollen Prämien festlegen

Spital: Impuls für das Begehren geht von der Westschweiz aus. Keystone

Eine Volksinitiative verlangt, dass die Krankenkassenprämien nicht mehr Sache des Bundes sein sollen. Eine kantonale Institution soll stattdessen Prämien festlegen und kassieren.

Veröffentlicht am 29.09.2017

Die Krankenkassenprämien sollen nicht mehr Sache des Bundesamts für Gesundheit und der Krankenkassen sein. Eine Volksinitiative verlangt eine kantonale Institution nach dem Modell einer Ausgleichskasse, welche die Prämien kassiert und festlegt.

Die Krankenkassen müssten gemäss dem am Freitag in Bern den Medien vorgestellten Volksbegehren noch die Verwaltungsarbeit leisten. Der Impuls für das Begehren ging von jenen Westschweizer Kantonen aus, welche sich 2014 entgegen der Mehrheit für eine Einheitskrankenkasse ausgesprochen hatten.

Unterstützung in der Deutschschweiz

Die einen Tag nach den Krankenkassenprämien 2018 vorgestellte Initiative «Krankenversicherung. Für die Organisationsfreiheit der Kantone» findet aber auch Unterstützung in der Deutschschweiz.

Ein Mitmachen wäre für die Kantone freiwillig. Für alle Versicherten eines Kantons oder einer Region würden einheitliche Prämien gelten. Die Jagd nach «guten Risiken» entfiele. Zudem sollen die Reserven aller Kassen zusammengelegt und um die Hälfte reduziert werden, was laut den Initianten wiederum den Versicherten zugute käme.

Vor allem aber würde sicher gestellt, dass sich die Prämienerhöhungen jedes Jahr und für alle Versicherten exakt nach der Entwicklung der Gesundheitskosten richten, machen die Initianten geltend.

(sda/cfr/me)
 

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