Für die parlamentarische Untersuchung des Informatik-Flops «Insieme» der eidgenössischen Steuerverwaltung sollen im Voranschlag 2013 des Bundes 1,5 Millionen Franken eingeplant werden. Dies wird der Präsident der nationalrätlichen Finanzkommission, Pirmin Schwander (SVP), in der am Montag beginnenden Session in der Budgetdebatte beantragen, berichtet die «NZZ am Sonntag».

«Der Betrag ist eine Schätzung, die auf den Erfahrungen früherer solcher Untersuchungen beruht», sagt Schwander. Er gehe davon aus, dass zur Unterstützung der parlamentarischen Arbeitsgruppe zwei bis drei Mitarbeiter angestellt werden müssten. Hinzu kämen Honorare externer Experten. Indem der Betrag ins ordentliche Budget aufgenommen werde, könne die Arbeitsgruppe mit der Arbeit unverzüglich beginnen, argumentiert Schwander. Im September hatte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf «Insieme» gestoppt. Bis dahin hatte das Informatikprojekt, das auf 155 Millionen Franken veranschlagt war, 105 Millionen gekostet. Fertiggestellt waren nur 10 Prozent der Programmierarbeiten.

(jev)