Die gegenseitigen Schuldzuweisungen von China und den USA zu Hacker-Angriffen gehen in eine neue Runde: China wirft nun den USA vor, hinter der Mehrheit der jüngsten Hacker-Angriffe in der Volksrepublik zu stecken.

In den ersten beiden Monaten des Jahres seien die USA für mehr als die Hälfte aller Attacken verantwortlich gewesen. Die chinesische Behörde für Internet-Sicherheit (CNCERT) erklärte, Hacker-Angriffe aus dem Ausland hätten sich zu einem wachsenden Problem entwickelt.

In den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass die Volksrepublik immer mehr ins Zentrum derartiger Übergriffe rücke, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua weiter.

Im Februar hatte das chinesische Verteidigungsministerium erklärt, zwei wichtige Militär-Websites, darunter die des Ministeriums, seien im vergangenen Jahr Opfer von rund 144'000 Angriffen im Monat geworden - rund zwei Drittel von ihnen aus den USA. Die Regierungen Chinas und der USA werfen sich seit Monaten gegenseitig Cyber-Angriffe auf offizielle Websites vor.

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Erst im Februar hatte die Internetsicherheitsfirma Mandiant in einem Bericht erklärt, Chinas Armee nehme mit Hackern in grossem Stil Firmen, Medien und Regierungsbehörden in den USA ins Visier. Zwei Fälle von Cyber-Attacken auf Unternehmen waren auch in der Schweiz registriert worden.

(jev/sda)