Der national und international scharf kritisierte irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki räumt einem Medienbericht zufolge sein Amt. Maliki gebe seinen Kampf um eine dritte Amtszeit auf, berichtete das staatliche Fernsehen am Donnerstag. Er unterstütze nun seinen vom Präsidenten designierten Nachfolger, den Vize-Parlamentspräsidenten Haider al-Abadi.

Der Schiit Maliki hatte die anderen grossen Bevölkerungsteile im Irak, die Sunniten und Kurden, gegen sich aufgebracht. Die Bildung einer neuen Regierung unter Einbeziehung aller Gruppen gilt als Voraussetzung, um den Kampf gegen die radikalen Islamisten des Islamischen Staates effektiv führen zu können. 

Al-Maliki stemmte sich Anfang der Woche noch gegen Rücktritt

Vize-Parlamentspräsident Al-Abadi war am Montag mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Amtsinhaber al-Maliki stemmte sich aber zunächst gegen seine Kaltstellung und wollte im Amt bleiben.

(reuters/sda/moh)