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Gewalt
Irak erlebt den blutigsten Monat seit langem

Irakische Soldaten mit dem Sarg eines Kameraden: Alleine im Juni starben 800 Sicherheitskräfte. Keystone

Im Juni sind im Irak jeden Tag durchschnittlich mehr als 48 Menschen bei Kämpfen, Terroranschlägen und anderen Gewaltakten ums Leben gekommen. Das ist die höchste Zahl in diesem Jahr.

Veröffentlicht am 01.07.2015

Der Irak hat im Juni den bisher blutigsten Monat in diesem Jahr erlebt. Bei Kämpfen, Terroranschlägen und anderen Gewaltakten kamen im Juni mehr als 1450 Menschen ums Leben, also jeden Tag mehr als 48 Personen. Unter den Opfern waren mehr als 650 Zivilisten. Fast 1700 Menschen seien verletzt worden, teilte die UNO-Mission im Irak (Unami) am Mittwoch mit.

Die neue Höchstmarke ist auf die stark gestiegene Anzahl getöteter irakischer Sicherheitskräfte zurückzuführen. Laut Unami starben mehr als 800 Kämpfer, so viel wie seit einem Jahr nicht mehr.

Viel mehr Tote befürchtet

Zu den Sicherheitskräften zählen neben der irakischen Armee auch die kurdischen Peschmerga sowie schiitische Milizen. Sie liefern sich an vielen Orte Kämpfe mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Die tatsächliche Zahl der Toten dürfte sogar noch höher sein. Es gebe zahlreiche Berichte über Menschen, die wegen Wasser- und Nahrungsmangels oder wegen fehlender medizinischer Versorgung gestorben seien, erklärte die UNO-Mission. Die Angaben hätten jedoch nicht geprüft werden können.

(sda/gku/mbü)
 

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